Stadt Wolfsburg startet umfassendes Projekt zu ehrenamtlicher Arbeit

Wolfsburg_KTWolfsburg, 11.09.2014. Um zu ermitteln, wie das ehrenamtliche Engagement in Wolfsburg konkret gefördert und gesichert werden kann, startet die Stadt Wolfsburg ein umfassendes Projekt. Nach einer differenzierten Bestandsaufnahme der Engagementlandschaft in Wolfsburg folgt die Entwicklung von aktivierenden Förderstrukturen. Das Projekt wird am 21. Oktober 2014 in einer Auftaktveranstaltung vorgestellt.

Wolfsburg lebt vom ehrenamtlichen Engagement seiner Bürger –wie dieses Engagement konkret gefördert und für die Zukunft gesichert werden kann, darum geht es in einem umfassenden Prozess, der heute von Oberbürgermeister Klaus Mohrs und dem Ersten Stadtrat Werner Borcherding gestartet worden ist. Am Ende dieses Prozesses soll eine stadtweite Strategie für mehr Bürgerengagement stehen, die in einem Förderkonzept mit entsprechenden Handlungsmöglichkeiten mündet.

Mit dem Förderkonzept will die Stadt auf eine Entwicklung reagieren, die in den letzten Jahren auch bundesweit beobachtet wird: Der gesellschaftliche Wandel stellt insbesondere die etablierten Bereiche und Formen bürgerschaftlichen Engagements vor neue Herausforderungen. Vereine und Organisationen haben zunehmend Probleme, Nachwuchs zu gewinnen und freiwillige Leitungsfunktionen neu zu besetzen. Wie können die für eine Stadtgesellschaft so wichtigen ehrenamtlichen Strukturen gesichert und gleichzeitig neue Formen des Engagements sinnvoll integriert werden? Auf diese und andere Fragen sollen Antworten gefunden werden.

Für Oberbürgermeister Klaus Mohrs geht es zunächst darum, gesicherte Erkenntnisse zur Wolfsburger Situation zu gewinnen: "Eine differenzierte Ermittlung und Analyse des bestehenden ehrenamtlichen Engagements in Wolfsburg ist die Grundlage für eine neue Förderstrategie. Die Herausforderung in diesem Prozess wird es sein, aus den gesammelten Erkenntnissen nachhaltige und aktivierende Förderstrukturen für Wolfsburg zu gewinnen. Nur so kann das ehrenamtliche Engagement langfristig gesichert werden."

Der Prozess startet mit einer umfangreichen Bestandsanalyse. Vorgesehen ist eine schriftliche Befragung nahezu aller örtlichen Vereine und Organisationen. Ergänzende Informationen versprechen sich die Projektverantwortlichen aus Interviews und themenbezogenen Foren mit haupt- und ehrenamtlichen Akteuren.

Der Erste Stadtrat Werner Borcherding setzt auf eine breite Mitwirkung der angesprochenen Personengruppen: "Sowohl die Ermittlung des Status quo als auch die Entwicklung von spezifischen Förderansätzen kann nur im Austausch gelingen - Verantwortliche aus allen Teilen der Stadtgesellschaft sind eingeladen, Kenntnisse und Erfahrungen in den Prozess einzubringen. Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten auf die jeweiligen Akteure zukommen. Der erste Schritt ist heute der Einstiegsworkshop mit Vertretern aus Politik und Verwaltung."

In diesem Workshop werden Ziele des Prozesses weiter konkretisiert. Am 21. Oktober stellen die Projektverantwortlichen in der öffentlichen Auftaktveranstaltung allen Interessierten das Projekt genauer vor. Im Anschluss daran startet die stadtweite Befragung. Die gesammelten Informationen werden systematisch aufbereitet. Dabei werden Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken für Wolfsburg herausgearbeitet und erste Handlungsempfehlungen unterbreitet. In einem weiteren Schritt werden die Ergebnisse öffentlich vorgestellt und diskutiert, bevor sie in das Förderkonzept einfließen. Der Zeitplan sieht vor, dem Rat der Stadt eine beschlussfähige Förderstrategie im Frühsommer 2015 vorzulegen. Informationen gibt es ab sofort auch im Internet auf www.wolfsburg.de/engagiert.

Die Stadt Wolfsburg wird während des gesamtes Projektes begleitet von der im Themenbereich Bürgerengagement renommierten Kölner Kommunikations- und Entwicklungsagentur VIS a VIS in Zusammenarbeit mit FOGS - Gesellschaft für Forschung und Beratung im Gesundheits- und Sozialbereich mbH. Beide verfügen über jahrzehntelange Erfahrung in der Beratung, Erhebung und Analyse bürgerschaftlichen Engagements und in der Begleitung von Beteiligungsprozessen. "Wolfsburg ist bundesweit eine der ersten Kommunen, die sich auf den Weg macht, auf Grundlage einer differenzierten Analyse der Handlungsbedarfe ein strategisches Förderkonzept für Bürgerengagement zu entwickeln", erklärt Dieter Schöffmann, Inhaber der Firma VIS a VIS und Autor zahlreicher Fachveröffentlichungen zum Thema Bürgerengagement.
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