Landesjugendring Niedersachsen betont Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements

Landesjugendring-Logo klein100pxHannover, 10.03.2009. Ehrenamtliches Engagement ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar und braucht ernst gemeinte Unterstützung - darin waren sich die Teilnehmer einer Diskussion zum Thema "Freiwilliges Engagement in der Jugendarbeit" einig.

Am Samstag, den 07.03.2009 diskutierten Vertreter der Landtagsfraktionen aus fünf Landtagsausschüssen auf Einladung des Landesjugendrings Niedersachsen e.V. gemeinsam mit Vertretern der niedersächsischen Jugendverbände über Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeit ehrenamtlich Engagierter in der Jugendarbeit. Der aktuelle bundesweite Juleica-Sachstand und die kürzlich gemeinsam mit der Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann gestartete Juleica-Kampagne in Niedersachsen wurden zum Anlass genommen, dem freiwilligen Engagement in der Jugendarbeit im Rahmen der 32. Vollversammlung im Ökumenischen Kirchencentrum der Ev.-luth. Bonhoeffer-Gemeinde in Hannover-Mühlenberg eine breitere inhaltliche Debatte zu widmen.

Mit den Vertretern der Landtagsfraktionen Hans-Christian Biallas (CDU), Roland Riese (FDP), Dr. Gabriele Andretta (SPD), Enno Hagenah (Bündnis 90/Die Grünen) und Pia-Beate Zimmermann (Die LINKE), die als Sprecher ihrer Partei für verschiedene Ausschüsse eingeladen waren, wurde das Thema Ehrenamt in einen breiteren politischen Kontext gestellt und auch angrenzende Politikfelder in den Blick genommen. In den Beiträgen der Mitgliedsverbände des Landesjugendrings wurde deutlich, dass ehrenamtliches Engagement in verschiedenen Bereichen, wie z.B. in Schulen, Hochschulen und Arbeit, auf kommunaler und Landesebene wirksam unterstützt werden muss. So wünscht sich Nils (19) vom BDKJ "Die Zeitressourcen von Kindern und Jugendlichen werden immer stärker verplant und reglementiert. Aus diesem Grund wäre es für die Jugendverbandsarbeit wichtig, mindestens zwei Nachmittage pro Woche gesetzlich freizuhalten".

Ergänzt wurde diese Runde durch Dr. Philipp Steden von der Prognos AG, der zuvor in einem niedersachsenbezogenen Referat die Ergebnisse des "Engagementatlas´09" vorgestellt hatte. Er verdeutlichte in der Diskussion noch einmal insbesondere die wachsende Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements für die einzelnen Regionen in Niedersachsen.

"In der Diskussion um Verbesserungen ehrenamtlicher Arbeit geht es in erster Linie nicht um mögliche Vergünstigungen für Jugendleiter, sondern um die Schaffung von Rahmenbedingungen, die diese Arbeit befördern und so der gesamten Gesellschaft zugute kommen" zog Martin Richter, der die Veranstaltung zusammen mit Susanne Martin "zauberhaft" moderierte, das Fazit für die Diskussionsrunde.

Alle Fraktionsvertreter kündigten an, die Anregungen in die entsprechenden Gremien zu tragen und sich für die Interessen der Jugendarbeit einsetzen zu wollen.

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