Bündnis für Engagement startet neue Kampagne «Geben gibt»

Berlin, 13.03.2009. In den kommenden drei Jahren sollen mehr Bürger für ehrenamtliche Arbeit gewonnen werden. Mit Großplakaten, Internet-Angeboten und einem Preis werden freiwillige Tätigkeiten und ehrenamtlich aktive Menschen bekannt gemacht.

Dem Bündnis gehören alle großen Wohlfahrtsverbände, der Sport, die Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen an. Die Kampagne im Umfang von 2,4 Millionen Euro wird zu gleichen Teilen von einem Versicherungsunternehmen und dem Bundesfamilienministerium finanziert.

Freiwilliges Engagement gehöre «zum Kern einer demokratischen Gesellschaft», sagte der Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, Hans Fleisch, der auch ehrenamtlicher Beauftragter für Zivilengagement der Bundesregierung ist. Auch nach dem Amoklauf in Winnenden seien unter den Helfern viele Freiwillige tätig, sagte Fleisch. In der baden-württembergischen Gemeinde hatte ein 17-jähriger Amokläufer am Mittwoch 15 Menschen und sich selbst erschossen.

In Deutschland engagieren sich rund 23 Millionen Menschen durch freiwillige Tätigkeiten oder Spenden. Darunter sind 7,5 Millionen in Sportvereinen tätig, 2,5 Millionen bei Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände. Nach einer Emnid-Umfage im Auftrag des Bündnisses engagieren sich insgesamt 37 Prozent der Bevölkerung. Der Anteil steigt mit dem Einkommen und der Ausbildung eines Menschen. 45 Prozent der Erwachsenen, die über 2.500 Euro im Monat verdienen, aber nur 25 Prozent derer, die weniger als 1.000 Euro haben, suchen sich ein Ehrenamt. Das gleiche Gefälle gibt es bei der Bildung: Je besser die Ausbildung, desto stärker das freiwillige Engagement.

Fast jeder Zweite glaubt, dass das Sozialwesen, der Sport und der Umweltschutz ohne ehrenamtliches Engagement schlechter funktionieren würden. Dass die Kirchen auf ehrenamtlich Tätige angewiesen sind, glauben 45 Prozent der Bürger - aber nur 20 Prozent denken dies über die Politik. Entsprechend glaubt auch nur jeder Dritte, dass freiwillig engagierte Menschen gesellschaftlich Einfluss nehmen können.

Weitere Informationen zur neuen Kampagne unter: www.geben-gibt.de

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