Gesetzliche Unfallversicherung im Ehrenamt - Das ist neu ab 1. Januar 2005

München, 12.01.2005. Der Unfallschutz bei bürgerschaftlichem Engagement wurde umfassend verbessert.

Der Schutz für rund zwei Millionen Ehrenamtliche und unentgeltlich Tätige wird ab dem 1. Januar 2005 grundlegend verbessert. Mit Beginn des Jahres stehen auch Bürgerinnen und Bürger unter dem gesetzlichen Unfallversicherungsschutz, die sich in Vereinen oder Verbänden im Auftrag oder mit Zustimmung von Kommunen und Ländern oder der Kirchen ehrenamtlich engagieren. Der Bundesverband der Unfallkassen (BUK) hat die Initiative zur Ausweitung des Versicherungsschutzes von Anfang an unterstützt, um die bestehenden Gesetzeslücken zu schließen.
In Zusammenarbeitu.a. mit dem Bundesverband der Unfallkassen hat das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung zur weiterführenden Information eine umfassende Broschüre mit dem Titel "Zu Ihrer Sicherheit - Unfallversichert im Ehrenamt" herausgegeben, die als PDF-Datei (40 Seiten) aus dem Internet unter www.unfallkassen.de oder www.bmgs.bund.de/download/broschueren/A329.pdf heruntergeladen werden kann.

Bereits bisher sind rund 1,7 Millionen Ehrenamtliche bei den regionalen Gemeindeunfallversicherungsverbänden und den Unfallkassen versichert: als kommunale Mandatsträger, Schöffen bei Gericht, Wahlhelfer oder als Schülerlotsen. Ehrenamtliche Tätigkeit in Vereinen und Bürgerinitiativen waren bislang unversichert. Diese Lücke ist nun geschlossen worden. Mit Beginn des neuen Jahres sind umfassend auch Personen versichert, die sich ehrenamtlich beispielsweise in einer Patenschaft für einen Kinderspielplatz engagieren, bei der Pflege von Parks oder Säuberungsaktionen an Flussufern mitmachen, aber auch bei der Renovierung von Klassenzimmern oder Sporthallen.
Für die in Rettungsorganisationen wie Freiwillige Feuerwehr oder Rotes Kreuz freiwillig Tätigen, die bereits bisher versichert waren, hat sich der Versicherungsschutz erweitert: ihnen werden nun auch Sachschäden während ihres Einsatzes von der gesetzlichen Unfallversicherung erstattet.

Der Schutz umfasst sowohl Unfälle, die sich während der ehrenamtlichen Tätigkeit ereignen, als auch Unfälle auf den mit dem Ehrenamt zusammenhängenden Wegen. Auch Ausbildungsveranstaltungen stehen unter Versicherungsschutz. Für die Versicherten ist der Versicherungsschutz beitragsfrei, die Kosten trägt die öffentliche Hand.

Freiwillig versichern können sich gewählte Ehrenamtsvertreter in gemeinnützigen Organisationen, z. B. im Sportverein und ehrenamtlich Tätige bei Gewerkschaften oder Arbeitgeberorganisationen bei der zuständigen Berufsgenossenschaft.
Welcher Unfallversicherungsträger im Einzelnen zuständig ist, weiß die Einrichtung, für die die ehrenamtliche Tätigkeit erbracht wird.
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