Ehrenamtliche Helfer für Vogelschutz-Programm gesucht

Norden, 23.08.2005. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sucht für sein Programm zum Schutz der gefährdeten Wiesenweihe freiwillige Helfer. Interessierte aus den Landkreisen Harburg, Soltau-Fallingbostel, Uelzen, Celle, Gifhorn, Vechta und Grafschaft Bentheim sowie dem gesamten südniedersächsischen Raum können sich ab sofort melden.

Sie zählt zu den elegantesten aber auch seltensten Flugkünstlern am niedersächsischen Himmel: die Wiesenweihe, von der rund 80 Brutpaare hierzulande existieren - in ganz Deutschland sind es etwa 300 Brutpaare. Hauptursachen sehen die Experten im Verschwinden der natürlichen Verbreitungsgebiete und in den Risiken des Ersatzlebensraumes der Bodenbrüter. "Die Tiere lebten früher in weitläufigen Mooren und Heiden, Röhrichten und feuchten Wiesen", erklärt Dagmar Stiefel von der Staatlichen Vogelschutzwarte im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). "Mit dem Verschwinden dieser Flächen wichen die Vögel zunehmend auf Getreidefelder aus, deren Mahd jedoch ein großes Risiko - insbesondere für die Jungvögel - birgt". Oft beginnt die Getreideernte nämlich bevor die Jungvögel flügge werden, sie fallen folglich häufig dem Mähdrescher zum Opfer.

1231_LTUm dies zu verhindern, setzt der NLWKN in seinem Schutzprogramm auf eine enge Kooperation mit ehrenamtlichen Helfern und Landwirten. Nach Rückkehr der Wiesenweihen aus ihren afrikanischen Winterquartieren suchen und registrieren die Helfer ab Mitte Mai die Standorte der Nester in Feldern und Wiesen. In Absprache und mit Zustimmung des Landwirtes wird eine Fläche von im Regelfall zehn mal zehn Metern um das Nest markiert und von der Mahd ausgenommen bis die Jungvögel flügge sind. Ist dies erst nach der Aberntung des übrigen Feldes der Fall, wird das stehen gebliebene Getreidequadrat möglichst mit einem elektrischen Weidezaungeflecht gegen Füchse, Wildschweine oder frei laufende Katzen und Hunde gesichert.

Um dieses Programm auf ganz Niedersachsen ausbreiten zu können, sucht der NLWKN dringend freiwillige Helfer in den Landkreisen Harburg, Soltau-Fallingbostel, Uelzen, Celle, Gifhorn, Vechta und Grafschaft Bentheim sowie im gesamten südniedersächsischen Raum. Interessierte können sich bei Dagmar Stiefel unter 0511/30 34 - 32 15 oder bei den unten aufgeführten regionalen Ansprechpartnern melden.

Erste Erfolge des Programms sind bereits sichtbar: So stieg die Zahl der Brutpaare dank verstärkten Einsatzes ehrenamtlicher Erfasser und verbessertem Nestschutz von 30 im Jahr 2002 über 54 Brutpaare 2003 auf etwa 80 Brutpaare 2004. Schwerpunkträume sind hierbei die Diepholzer Moorniederung, das Oldenburger Land sowie die Ostfriesischen Landkreise Aurich, Leer, Friesland und Wittmund.

Regionale Ansprechpartner:

Rolf Baum Ostfriesland 04925/ 23 58
Volker Moritz Oldenburger Land 0441/ 664 386
Friedhelm Niemeyer Diepholzer Moorniederung 05774/ 371
Eckehard Jähme Osterholz-Scharmbeck 04209/ 26 97
Franz-Otto Müller Wesermarsch 04401/ 71 485
Heiko Rebling Emsland, Grafschaft Bentheim 05902/ 502 353
Bernhard Möller südliches Niedersachsen 05121/ 435 49
Hans-J. Ropers Cuxhaven, Unterelbe 04741/ 15 96
Stefan Beilke Lüneburg, Dannenberg 05858/ 97 16 78
Karl-Heinz Dorge Großraum Braunschweig 05353/ 56 17

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