Neuer entwicklungspolitischer Freiwilligendienst für Jugendliche

Berlin, 11.01.2007. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) plant einen neuen, aus öffentlichen Mitteln finanzierten Freiwilligendienst in Entwicklungsländern. Der Dienst wendet sich an junge Erwachsene zwischen 18 und 28 Jahren und wird pädagogisch begleitet.

Das Engagement unter Jugendlichen in Deutschland für ehrenamtliche Arbeit in Entwicklungsländern ist groß. Die Anfragen übersteigen bei weitem die bisherigen Möglichkeiten eines Einsatzes in Entwicklungsländern. Auch aus gesellschaftspolitischer Sicht ist es zu begrüßen, dass sich junge Frauen und Männer engagieren und gleichzeitig internationale Erfahrungen und Qualifikationen sammeln, die für ihre spätere Orientierung im Berufsleben hilfreich sind. Der freiwillige Einsatz junger Menschen in Entwicklungsländern stärkt in den Partnerländern die zivilgesellschaftlichen Strukturen und ist ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung dieser Länder.

Deshalb wird das Bundesentwicklungsministerium einen neuen aus öffentlichen Mitteln geförderten Freiwilligendienst in Entwicklungsländern einführen. Die Laufzeit wird flexibel von 3 bis 24 Monaten sein. Der Freiwilligendienst wird fachlich und pädagogisch begleitet werden und soll sich an junge Erwachsene mit Abitur oder vergleichbarem Abschluss zwischen 18 und 28 richten.

Ein Zuschuss für Unterkunft, Verpflegung, Taschengeld, fachliche und pädagogische Betreuung sowie Versicherungen soll sich auf 580 Euro pro Person und Monat belaufen. Hinzu kommt der Betrag für die Krankenversicherung. Das mittelfristig vorgesehene Volumen soll 10.000 Plätze (=70 Millionen Euro) umfassen.

Die Abwicklung erfolgt über die bewährten Förderverfahren des BMZ über private Träger und Nichtregierungsorganisationen. Zunächst ist eine dreijährige Pilotphase geplant.

Deutschland verfügt im Unterschied zu anderen Ländern (unter anderem USA und Großbritannien) bisher nicht über einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst. Die von privaten Trägern aus Eigenmitteln angebotenen Freiwilligendienste sind häufig mit sehr hohen Kosten für die Bewerberinnen und Bewerber verbunden.

Wir wollen, dass auch einkommensschwächere Jugendliche sich international engagieren können. Insbesondere sollen auch junge Frauen angesprochen werden, für die keine Fördermöglichkeiten nach dem Zivildienstgesetz bestehen.

Bis Mitte 2007 werden die genauen Bedingungen, Verfahren und Ansprechpartner festgelegt, so dass der entwicklungspolitische Freiwilligendienst mit Beginn des Jahres 2008 seine Arbeit aufnehmen kann.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr Alonso-Rodriguez zur Verfügung:

Telefon: 02 28 / 535 32 40

 

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