Einrichtung in Pattensen ist "besonders innovativ und ausgereift"

Pattensen, 24.11.2004. Das erste vom Land Niedersachsen geförderte Mehrgenerationenhaus erhält eine Auszeichnung in einem Wettbewerb vom Deutschen Jugendinstitut.

Als erstes der aktuell zwölf vom Niedersächsischen Sozialministerium geförderten Projekte dieser Art erfährt das Mehrgenerationenhäuser in Pattensen (Region Hannover) jetzt bundesweite Anerkennung.
Eine Jury aus Wissenschaftlern des Deutschen Jugendinstituts (DJI) hob das Projekt als "besonders innovativ und ausgereift" hervor. Das DJI hatte im Auftrag des Bundesfamilienministeriums 120 deutsche Initiativen unter die Lupe genommen, die Kinderbetreuung mit weiteren Angeboten ergänzen. 15 Kandidaten aus ganz Deutschland schafften es in die Auswahl der Besten, darunter das vom Niedersächsischen Sozialministerium unterstützte Pattenser Mehrgenerationenhaus.

"Ich gratuliere allen Beteiligten in Pattensen ganz herzlich, weil ich weiß, dass sie seit Jahren eine hervorragende Arbeit leisten", sagt Sozialministerin Ursula von der Leyen. "Die bundesweite Anerkennung für dieses Projekt zeigt aber auch, dass wir mit unserem niedersächsischen Modell der Mehrgenerationenhäuser genau den Nerv getroffen haben. Unsere Gesellschaft braucht mehr Orte, die den Brückenschlag zwischen den Generationen ermöglichen und die Selbsthilfe stärken." Das Sozialministerium unterstützt die Pattenser Einrichtung seit Oktober 2003. Es was das erste Mehrgenerationenhaus in Niedersachsen, das Fördermittel des Landes erhielt.

Mehrgenerationenhäuser sind offene Häuser, in denen Jung und Alt den Tag miteinander verbringen, gemeinsam essen, spielen, lernen oder auch Kinder betreuen können. Die Förderung des Landes orientiert sich am örtlichen Bedarf. Bereits vorhandene Angebote für Jung und Alt sollen möglichst miteinander verbunden und ergänzt werden. Die Landesregierung unterstützt die Träger und übernimmt für die Dauer von fünf Jahren für jedes Mehrgenerationenhaus die Personalkosten für eine fest angestellte Person, außerdem für Honorar- und Sachmittel. Pro Mehrgenerationenhaus und Jahr sind Landesmittel in Höhe von rund 40.000 Euro eingeplant. Im Jahr 2004 werden zwölf Mehrgenerationenhäuser gefördert (Lüneburg, Dörverden, Pattensen, Hameln, Nordstemmen, Langenhagen, Wildeshausen, Braunschweig, Barnstorf, Dannenberg, Gifhorn und Hannover-Döhren). Mehr als 230 weitere Anträge und Anfragen liegen vor.

Träger des ausgezeichneten Pattenser Mehrgenerationenhauses ist der örtliche Verein "Mobile". Mobile hat sich zum Ziel gesetzt, Bildung, Bewegung und Betreuung unter einem Dach zu ermöglichen. Das Mehrgenerationenhaus bietet Familienkurse, Selbsthilfegruppen, Gesundheits- und Ernährungsberatung, einen Kindergarten sowie ein Café, das allen Generationen offen steht.
Weitere Informationen zum Mehrgenerationenhaus Pattensen: www.mobile-pattensen.de, Telefon: (05101) 109030

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