Arbeiterwohlfahrt macht sich fit für die Zukunft

Bonn, 05.11.2004. Auf der Bundeskonferenz der Arbeiterwohlfahrt sprach der neue Bundesvorsitzende Wilhelm Schmidt über die Zukunft des Verbandes.

Der Sozialstaat Deutschland befindet sich im Umbruch.
Nach Jahrzehnten des Wachstums ist es heute nicht mehr selbstverständlich, dass alle Menschen am allgemeinen Wohlstand teilhaben. Die Arbeiterwohlfahrt setzt sich für solche benachteiligten Menschen ein. Auf der Bundeskonferenz (29. - 31.10.) wählte der Verband den Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Wilhelm Schmidt, zum neuen Bundesvorsitzenden. Schmidt sieht seine Wahl als
Vertrauensbeweis, aber auch als Ansporn, sich politisch für benachteiligte Menschen stark zu machen:
"Das ist natürlich auf der einen Seite eine Ehre für jemanden, der seit vielen Jahren in der Arbeiterwohlfahrt selbst
verhaftet ist und in der SPD Funktionen hat. Auf der anderen Seite ist es aber auch eine politische Herausforderung, eine gute Ergänzung zu meiner politischen Arbeit im deutschen Bundestag. Der Vorsitzende hat auch Gestaltungsmöglichkeiten für eine große Aufgabe in der sozialen Arbeit in Deutschland."

861_LTDer 60jährige Politiker aus Salzgitter sieht aber nicht nur die Politik in der Verantwortung. Auch die Menschen müssten wieder mehr füreinander da sein, zum Beispiel über ein Ehrenamt:
"Wir wollen, dass die Menschen in Deutschland nicht in den sozialen Problemen ersticken, wir wollen aber auf der anderen Seite auch, dass wir die Chancen nutzen, die die Gesellschaft in dem Bereich bietet, der sich mit der Zivilgesellschaft verbindet, also mit den Herausforderungen des Einsatzes der Menschen für andere Menschen. Ehrenamtlichen Einsatz zu organisieren, das ist eine der ganz wichtigen Aufgaben der Wohlfahrtsverbände."

Zukünftig will die Arbeiterwohlfahrt besonders junge Menschen für soziale Aufgaben begeistern:
"Wir würden uns gerne ein paar mehr junge Menschen wünschen, die in der AWO aktiv sind, wir würden auch gerne noch intensiver als bisher ein Verband für Familien sein. Das müssen wir und wollen wir offensiver an die Öffentlichkeit bringen, um dadurch dann natürlich auch die Mitgliederentwicklung positiv zu gestalten, die allerdings bei uns nicht in einer drastischen Form zur Abnahme von Mitgliederzahlen bisher geführt hat."

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