1. Osnabrücker Stiftungstreffen

Melle/Osnabrück, 09.11.2004. Wie können Stiftungen für sich werben und Zustifter gewinnen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich rund 40 Stiftungen aus Stadt und Landkreis Osnabrück.

Der Moderator des 1. Osnabrücker Stiftungstreffens im Schloss Gesmold in Melle hatte eine gute Nachricht im Gepäck: "Wir konnten die niedersächsische Landesregierung davon überzeugen, künftig auf alle Gebühren für Stiftungen zu verzichten", kündigte Dr. Fritz Brickwedde, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, den Vertretern von rund 40 Stiftungen aus Stadt und Landkreis Osnabrück an. Ein guter Auftakt für den Erfahrungsaustausch, zu dem neben den Gebietskörperschaften auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und die Kreissparkasse Melle eingeladen hatten.

"Stiftungen gestalten heute wesentlich das gesellschaftliche Leben mit und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur sozialen Integration und lebendiger Solidarität", betonte die stellvertretenden Landrätin Ulrike Horstmann in ihrer Begrüßung. Das künftig jährlich stattfindende Stiftungstreffen solle einen Betrag zu einer guten Vernetzung der regionalen Stiftungen leisten: "So können sie sich gegenseitig bereichern", sagte Horstmann.

In zwei Impulsreferaten ging es dann um das Thema Öffentlichkeitsarbeit. Nicht zuletzt der Boom des Stiftungswesens mit zur Zeit über 800 Neuerrichtungen pro Jahr in der Bundesrepublik mache es notwendig, durch konsequente Kommunikation auf sich aufmerksam zu machen, so die Journalistin Kimberly Lübbersmann. Sie informierte über Wege, Stiftungen mit ihren Zielen und Projekten nachhaltig in den Medien zu platzieren.

Das Internet biete vor allem auch für kleine Stiftung eine günstige Form der Präsentation, erklärte der Leiter des Zentrums für Umweltkommunikation der DBU, Dr. Markus Große Ophoff. "Es ist wichtig, ein Kommunikationskonzept zu erarbeiten", riet der Fachmann. Nur wer sorgfältig den Einsatz von Pressearbeit, Flyern, Anzeigen oder Events abwäge und plane, könne seine Stiftung langfristig bekannt machen.

Gelungen ist das bereits der Bürgerstiftung Hannover: Vorstandsvorsitzender Claus von Holn berichtete, dass auch die Betreuung der Spender eine wesentliche Aufgabe sei. "Der Geldgeber muss auch im Nachhinein sicher sein, das Richtige getan zu haben", skizzierte von Holn. So lade die Bürgerstiftung regelmäßig Vertreter der geförderten Projekten zu Mitgliederversammlungen ein: "Nicht ist überzeugender, als zufriedene Kinder oder behinderte Menschen, denen geholfen werden konnte".

Um Zustifter zu gewinnen wende sich die Bürgerstiftung Hannover vor allem an Steuerberater und Geldinstitute: Hier schlummere das Wissen um Vermögen, dessen Eigentümer nach einer sinnvollen Spendenmöglichkeit suchten. Der Bürgerstiftung sei es so gelungen, inzwischen 15 weitere Stiftung treuhänderisch zu verwalten: "Das mehrt den Nutzen für die gute Sache."

Die Mechthild und Günter Welker-Stiftung und die Quakenbrücker Stadtstiftung standen dann bei Dr. Günter Welker-Altegoer im Mittelpunkt des Vortrags. Regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit, aber vor allem die Begeisterung der Beteiligten für die Sache waren aus Sicht des Stifter entscheidend für den Erfolg von über 20 Jahren Stiftungsarbeit.

zurück

Symbol Schriftgröße Schrift kleiner Schrift größer

Programme

Versicherungsschutz im Ehrenamt

Kompetenzn_mini_70Engagiert in Niedersachsen –
der landesweite Kompetenznachweis über ehrenamtliche Tätigkeit

Senioren- und Pflegestützpunkte Niedersachsen (SPN)
Beratung und Unterstützung für ältere Menschen

Selbsthilfe
Unterstützung des freiwilligen Engagements im Selbsthilfe-
bereich

Mehrgenerationenhäuser
Lebendiges und generations-
übergreifendes Miteinander