Bundesministerin von der Leyen zum Tag des Ehrenamtes: "Ehrenamt gibt der Gesellschaft ein menschliches Gesicht"

Berlin, 05.12.2005. Auf die Bedeutung ehrenamtlicher Tätigkeiten für das Gemeinwesen hat die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, hingewiesen. Zum Internationalen Tag des Ehrenamtes sagte sie heute in Berlin: "Das bürgerschaftliche Engagement ist ein wichtiger Bestandteil einer Gesellschaft mit menschlichem Gesicht. Nicht nur unsere Demokratie, auch unsere Wirtschaft, unsere soziale Sicherung und unser kulturelles Leben beruhen auf der Bereitschaft zum Engagement."

Die Bundesministerin sprach anlässlich der Aktionstage des Bundesnetzwerkes Bürgerschaftliches Engagement im Berliner Haus der Kulturen der Welt.

Bundesministerin Ursula von der Leyen wies insbesondere auf das Engagement junger Menschen hin: "Mich stimmt es sehr optimistisch, dass die Nachfrage nach einem freiwilligen sozialen Jahr oder einem freiwilligen ökologischen Jahr kontinuierlich ansteigt. Rund 17.000 junge Leute absolvieren solch ein Jahr gegen ein Taschengeld für die Gemeinschaft. Das zeigt, dass viele junge Menschen durchaus bereit sind, sich für die Gemeinschaft einzusetzen, wenn die Voraussetzungen stimmen."

Die Ministerin gab einen Ausblick auf das weitere politische Handeln zur Stärkung der Zivilgesellschaft: "Wir setzen durch unsere politischen Entscheidungen einen Rahmen, in dem sich Eigeninitiative und gesellschaftliche Verantwortung entfalten oder auch nicht. Deshalb bin ich mir der hohen Verantwortung bewusst, die Politik in diesem Feld hat. Im Koalitionsvertrag haben wir die Förderung der Bürgergesellschaft als einen wichtigen Baustein markiert. Schwerpunkte werden dabei insbesondere die Verbesserung der Rahmenbedingungen durch die Reform des Gemeinnützigkeitsrechts sowie der Ausbau der Freiwilligendienste sein".

Über 23 Millionen Bürgerinnen und Bürger engagieren sich laut jüngstem Freiwilligensurvey in Deutschland für das Gemeinwesen. Mit Aktionstagen, Werbekampagnen und Medienkooperationen setzt sich das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) dafür ein, die freiwillige Leistung stärker in der Öffentlichkeit anzuerkennen. Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss verschiedener Vereine, Verbände, Initiativen und Organisationen aus den gesellschaftlichen Sektoren Staat und Kommunen, Wirtschaft und Arbeitsleben sowie Bürgergesellschaft. Vertreter dieser drei Sektoren arbeiten in Projektgruppen zusammen zu verschiedenen Themen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist Partner und Förderer des Bündnisses.

Informationen zu den Aktionstagen des Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement gibt Maiken Hagemeister, Telefon 030 - 26980122.

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