Finalisten für den Deutschen Bürgerpreis 2013 ausgewählt

Deutscher Bürgerpreis_KTBerlin, 06.11.2013. Die Nominierten für den größten bundesweiten Ehrenamtspreises stehen fest. Rund 2.700 Bewerbungen wurden eingereicht. Die Preisverleihung findet am 2. Dezember 2013 in Berlin statt.

Die Spannung steigt: Die 20-köpfige Jury des Deutschen Bürgerpreises hat neun Nominierte für das Finale um Deutschlands größten bundesweiten Ehrenamtspreis ausgewählt. Über 2.700 ehrenamtlich Aktive haben sich 2013 beworben. Nun stehen die Finalisten in den drei Kategorien "U21", "Alltagshelden" und "Engagierte Unternehmer" fest. Die Preisträgerin oder der Preisträger in der Kategorie "Lebenswerk" bleibt noch bis zur Verleihung geheim. Diese findet am 2. Dezember 2013 im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin statt.

Unter dem Schwerpunktthema "Engagiert vor Ort: mitreden, mitmachen, mitgestalten!" hat die Jury – die Partner des Deutschen Bürgerpreises und Experten aus dem Ehrenamtsbereich – in diesem Jahr Personen und Projekte gesucht, die die Mitmachkultur leben und dabei Hand in Hand mit den Kommunen und anderen Engagierten die Lebensqualität vor Ort verbessern. Die Nominierten spiegeln die große Vielfalt der eingereichten Bewerbungen wider:

Kategorie U21

Carsten Lange, Bremerhaven (Bremen)
Jugendarbeit und Klimaschutz sind seine Themen: Schon mit Anfang 20 kann Carsten Lange auf ein langjähriges Engagement als Organisator und Betreuer zahlreicher Kinder- und Jugendcamps zurückblicken. Seit 2012 ist er zusätzlich als Klimabotschafter aktiv. Seine Ziele: Jugendliche zum
Engagement im Bevölkerungsschutz und zur Umsetzung eigener Ideen zu motivieren sowie die Öffentlichkeit über die Arbeit der Jugendlichen zu informieren.

MuKiKi – Munderkinger Kinderkino, Munderkingen (Baden-Württemberg)
Große Kinoerlebnisse für kleine Kinder: Die Förderschüler der Weitzmannschule organisieren seit 2000 regelmäßig Filmnachmittage für bis zu 70 Kinder in Munderkingen. Nach der Schließung des kommunalen Kinos nahmen die Jugendlichen auf Anregung des Landratsamts und der Stadt die Sache selbst in die Hand. Sie werben für die Vorführungen, organisieren Popcorn und bauen den Schulraum in einen Kinosaal um.

Schülerinitiative "Bitterfeld-Wolfen – Stadt mit Courage", Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt)
Keinen Platz lassen für Rassismus und Diskriminierung: 25 Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums gründeten 2011 eine Schülerinitiative, die sich in vielfältiger Weise für demokratische Werte und Teilhabe junger Menschen einsetzt. Weit über das Thema Rechtsextremismus hinaus haben sie das
Leben in Bitterfeld-Wolfen bereichert und dabei Mitbürger, politische Entscheidungsträger, Unternehmen, Institutionen und Vereine an ihrem Projekt beteiligt. Zehn weitere Schulen des Landkreises haben sich mittlerweile angeschlossen.


Kategorie Alltagshelden

"Breites Bündnis gegen Rechts" – "Delmenhorst bleibt bunt!", Delmenhorst (Niedersachsen)
Breiten gesellschaftlichen Widerstand gegen Rechtsextremismus organisieren: Mit diesem Anspruch wurde das Bündnis 2010 gegründet. Mittlerweile haben sich den Engagierten mehr als 100 Vereine, Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und Einzelpersonen angeschlossen. Sie organisieren Gegen-
demonstrationen, halten Mahnwachen und informieren über die Gefahren des Rechtsextremismus. Das Bündnis ist mit seinem großen Netzwerk ein fester Bestandteil der Stadt Delmenhorst.

Bürgerverein Grunern e. V., Staufen-Grunern (Baden-Württemberg)
Für mehr Vitalität und Lebensqualität vor Ort: Die Mitglieder des Bürgervereins machen sich seit über 20 Jahren für ihr Grunern stark. Der Verein, in dem heute knapp ein Drittel aller Einwohner aktiv ist, setzt viele Gemeinschaftsprojekte in Eigeninitiative um – so wurde etwa das verfallende Rathaus
in einen multifunktionalen Versammlungsraum samt Kinderbetreuung und Übungsräumen für die Jugendmusikschule verwandelt.

Landliebe Landau, Bad Arolsen – Landau (Hessen)
Die eigene Heimat zukunftsfähig machen: Rund 150 engagierte Bürgerinnen und Bürger,17 Landauer Vereine sowie Experten wie das Landesamt für Denkmalpflege haben 2005 das Projekt "Landliebe" ins Leben gerufen. Alle Generationen können sich nach Interesse und Fähigkeiten einbringen – sei es
bei der Wiederbelebung des Dorfladens, beim Betrieb des örtlichen Freibades oder bei der Entwicklung eines Versorgungskonzepts mit erneuerbaren Energien.

Kategorie Engagierte Unternehmer

Petra Beck, Der Beck Kinderfonds Stiftung, Erlangen (Bayern)
Bessere Perspektiven für benachteiligte Kinder ermöglichen: Das schafft auch bessere Aussichten für die Region, so die Idee des "Der Beck Kinderfonds Stiftung". Petra Beck, die Geschäftsführerin einer Familienbäckerei im bayerischen Erlangen, und 50 ihrer Mitarbeiter unterstützen mit ihrer Stiftung
soziale und kulturelle Einrichtungen sowie viele nachhaltige Bildungsprojekte, die Kindern aus der Region zugutekommen.

Bernd Mannhardt, 1000 Tage Urlaub für Kinder e.V., Köln (Nordrhein-Westfalen)
Urlaub für alle Kinder: Seit 16 Jahren ermöglicht Bernd Mannhardt, Geschäftsführender Gesellschafter einer Kölner Kommunikationsagentur, Kindern aus schwierigen sozialen Verhältnissen einen zehntägigen Urlaub auf der Insel Föhr. Mehr als 1.000 Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren konnten so schon eine unbeschwerte Ferienreise ans Meer machen und beim Wattwandern und Kutterfahren spielerisch die Welt entdecken.

Christian Skrodzki, Leutkircher Bürgerbahnhof, Leutkirch (Baden-Württemberg)
Zweite Chance für einen ausrangierten Bahnhof: Christian Skrodzki, Inhaber einer Werbeagentur, erkannte das Potenzial des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes in Bürgerhand. Er entwickelte ein Nutzungs- und Sanierungskonzept, überzeugte den Gemeinderat und bewegte 700 Bürgerinnen und Bürger dazu, tausende freiwillige Arbeitsstunden in das Gemeinschaftsprojekt zu investieren. Im neuen Bürgerbahnhof befinden sich neben der Wartehalle für Reisende ein Gastronomiebetrieb, verschiedene Kreativunternehmen und ein Zentrum für Nachhaltigkeit.

Der Deutsche Bürgerpreis der Initiative "für mich. für uns. für alle."
Anerkennung für Engagierte: Die Initiative "für mich. für uns. für alle." – 2003 von engagierten Bundestagsabgeordneten, den Sparkassen, den Städten, Landkreisen und Gemeinden ins Leben gerufen – ist ein deutschlandweites Bündnis für bürgerschaftliches Engagement. Der Deutsche Bürgerpreis wird unterstützt vom Online-Engagementnetzwerk Weltbeweger der Stiftung Bürgermut sowie der Jugendzeitung YAEZ.

Die ausführlichen Portraits der Nominierten sowie weitere Informationen finden Sie unter www.deutscher-buergerpreis.de
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