Eine echte Rakete in Syke

180724 RaketeSyke, 24.07.2018. An einer Kreuzung in Syke steht seit kurzem eine echte Rakete. Sie ist ein Beitrag zum Kreativ-Wettbewerb "Teilhabe statt Ausgrenzung" der Bundesvereinigung Lebenshilfe.

Mit sechs Metern Länge, einem Durchmesser von einem halben Meter und einem Gewicht von 400 Kilogramm hat das ungewöhnliche Objekt schon beachtliche Werte. Sie wurde früher für den Start von Wetterballonen genutzt und hat diese in eine Höhe von bis zu 36.000 Meter katapultiert. Mit Fallschirmen landen die Raketen wieder auf dem Boden.

Und wie kommt diese Rakete nach Syke? Enno Kastens vom Zimmerei- und Kranunternehmen Kastens hat das Objekt erstanden. Kurze Zeit später nahm die Lebenshilfe Syke Kontakt zu ihm auf, denn es war ein Kreativ-Wettbewerb zu "Teilhabe statt Ausgrenzung" von der Bundesvereinigung Lebenshilfe ausgeschrieben, an dem sich die Lebenshilfe Syke beteiligen wollte. Gesucht wurden interessante Objekte, die das Thema Lebenshilfe visuell darstellen bzw. symbolisieren.

"Die Rakete ist ein seltenes Fortbewegungsmittel, kaum jemand ist damit vertraut und kennt sich damit aus. Sie symbolisiert für uns das Ungewöhnliche/Besondere. Es bedarf Mut, sich auf eine Reise mit ihr einzulassen. Denn es gibt viele Fragen: Was erwartet einen während des Flugs, was passiert, wenn man fremdes Terrain betritt? Wie verhalte ich mich, wenn ich auf jemanden treffe, dessen Sprache und Gesten ich nicht verstehe? Fühle ich mich wohl in der Situation?

Wenn man sich auf etwas Neues einlässt, gibt es viele, tolle und unerwartete Erfahrungen und Momente, die das Leben prägen", beschreibt Anja Schulz, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Lebenshilfe Syke, warum die Rakete als Objekt für den Wettbewerb gewählt wurde. "Wir erleben immer noch, dass die besonderen Menschen gern mitten in der Gesellschaft leben und an ihr teilhaben möchten.

Das ist nicht immer leicht, weil "normale" Menschen sie nicht akzeptieren, wie sie sind und ihnen möglicherweise nicht so viel zutrauen. Wir möchten mit der Rakete darauf hinweisen, dass es gut ist, sich ab und an auf etwas einzulassen, was zunächst erst einmal ungewöhnlich erscheint. Es ist gut, sich offen gegenüber neuen Dingen und Menschen zu zeigen. Jeder sollte sich selbst die Chance geben, neue Erfahrungen machen zu können."

Den Aufbau führte die Firma Industriemontage Behrens aus Syke ehrenamtlich durch. Die Lebenshilfe Syke dankt Heiko und Matthias Behrens für die Unterstützung. Die Rakete wird für einige Monate Kreuzung B6/Ernst-Boden-Straße in Syke ihren Platz haben.

(Textauszug)

Quelle und Gesamttext: Website Lebenshilfe Syke

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