Freiwilligendienste oder Pflichtjahr?

180830 LJR.pngHannover, 30.08.2018. Der Landesjugendring Niedersachsen hat sich in der Sitzung seines Hauptausschusses dafür ausgesprochen, die Freiwilligendienste zu stärken.

In der Sitzung des Hauptausschusses des Landesjugendring Niedersachsen e.V. wurde das Thema umfassend diskutiert. Das zusammenfassende Ergebnis der Diskussion war, dass es eher notwendig sei, die Voraussetzungen für ehrenamtliches Engagement junger Menschen zu verbessern und auch die Freiwilligendienste zu stärken. Jedes Jahr gibt es viele junge Menschen, die gerne einen Freiwilligendienst absolvieren würden, aber keinen Einsatzplatz finden.

Junge Menschen gehören bereits heute zu den Bevölkerungsgruppen, die sich am stärksten ehrenamtlich engagieren, ein Pflichtjahr würde hier kontraproduktiv wirken: "Gesellschaftliches Engagement junger Menschen kann man nicht erzwingen. Jugendliche brauchen Freiräume, Gelegenheiten, Anreize und Wertschätzung für ihr Engagement. Deshalb braucht es starke Jugendverbände als Weichenstellung für lebenslanges gesellschaftliches Engagement und keine Pflichtdienste", so Jens Beuker, Fachvorstand freiwilliges Engagement im LJR.

Anstatt ein allgemeines Pflichtjahr für junge Menschen bei der Bundeswehr oder in sozialen Einrichtungen einzuführen, sollten nach Ansicht des Landesjugendrings Niedersachsen eher eine Anerkennung von ehrenamtlichem Engagement im Studium oder die Freistellung vom Schulunterricht eingeführt werden.

Quelle: Website Landesjugendring Niedersachsen

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