Studie zum Ehrenamt beginnt

Hannover, 09.02.2015. Wie gut sind Qualifizierungsmaßnahmen für Ehrenamtliche in Niedersachsen? Diese Frage lässt die Klosterkammer Hannover gemeinsam mit der Niedersächsischen Staatskanzlei und dem Niedersächsischen Sozialministerium durch eine Studie klären.

Wie gut sind Qualifizierungsmaßnahmen für Ehrenamtliche in Niedersachsen? Diese Frage lässt die Klosterkammer Hannover gemeinsam mit der Niedersächsischen Staatskanzlei und dem Niedersächsischen Sozialministerium klären. In ihrem 2012 initiierten Förderprogramm ehrenWERT. hat die Klosterkammer bislang mehr als 1,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. "Ziel von ehrenWERT. ist es, die Qualifikation Ehrenamtlicher zu verbessern. Mit Hilfe der in Auftrag gegebenen Studie möchten wir unter anderem prüfen lassen, ob die in Niedersachsen angebotenen Maßnahmen qualitativ so wertvoll sind, wie wir es erwarten", sagt Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas. Ebenso die Standards und der aktuelle Bedarf werden überprüft: "Das Ehrenamt ist naturgemäß freiwillig; es kann und soll kein Hauptamt ersetzen. Wir wollen diejenigen, die sich uneigennützig für andere einsetzen, daher so gut es geht unterstützen. Das stärkt sie in ihrem Engagement und davon haben alle etwas: Die Ehrenamtler, die durch sie betreuten Menschen und die Gesellschaft insgesamt", unterstrich Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt.

In einer Auftaktveranstaltung stellte Prof. Dr. Karsten Speck, Professor für Forschungsmethoden in den Erziehungs- und Bildungswissenschaften an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, am 09. Februar 2015 das Forschungsprojekt vor. Rund 50 Vertreter ehrenamtlicher Einrichtungen waren in die hannoversche Akademie des Sports gekommen, um sich über das Forschungsprojekt zur Qualifizierung von Ehrenamtlichen in Niedersachsen zu informieren. "Wir beginnen mit einer umfangreichen Bestandsaufnahme und Recherche zu den vorhandenen Angeboten in Niedersachsen, um anschließend unsere Befragungen der ehrenamtlich Tätigen durchführen zu können – insgesamt werden 7.000 Personen befragt", erläuterte Prof. Dr. Karsten Speck. Die Kosten für das Forschungsvorhaben liegen bei insgesamt 100.000 Euro, ein Großteil der Summe macht die Finanzierung des Personals aus. Die Landesregierung unterstützt die Studie mit insgesamt 60.000 Euro. Die Klosterkammer fördert das Projekt mit 40.000 Euro. Im Juli 2016 sollen die Ergebnisse vorliegen. "Am Ende des Projektes sollen fachliche Standards und Empfehlungen zur Qualifizierung von Ehrenamtlichen in Niedersachsen vorliegen", so Speck.

StartschussStudieEhrenamt_2-2015

Anna Mohr, Verantwortliche für das Programm ehrenWERT. der Klosterkammer Hannover, Prof. Dr. Karsten Speck von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Prof. Dr. Thomas Olk von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Claudia Schröder, Abteilungsleiterin im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und Hans-Christian Biallas, Präsident der Klosterkammer Hannover (v.l.)
Quelle: Klosterkammer

Die Klosterkammer Hannover
Die Klosterkammer Hannover ist eine öffentliche Einrichtung, die das Vermögen von vier öffentlich-rechtlichen Stiftungen verwaltet. Die Stiftungen sind aus ehemals kirchlichem Vermögen entstanden. Deren Erträge verwendet die Klosterkammer für den Erhalt von mehr als 800 denkmalgeschützten Gebäuden und mehr als 10.000 Kunstobjekten. Mit rund drei Millionen Euro Fördermitteln ermöglicht die Klosterkammer pro Jahr etwa 200 kirchliche, soziale und bildungsbezogene Maßnahmen in ihrem Fördergebiet. Darüber hinaus betreut und unterstützt die Klosterkammer fünfzehn heute noch belebte evangelische Damenklöster und -stifte in Niedersachsen.

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