Bundeskanzler Gerhard Schröder verleiht Bundespreis

Berlin, 20.07.2004. Sieben Preisträger wurden am 5. Juli in Berlin, im Bundeskanzleramt, mit dem Bundespreis startsocial für ihre herausragenden sozialen Projekte ausgezeichnet.

760_LT_1 Bürgerschaftliches Engagement lohnt sich: Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die 27 besten Projektteams des bundesweiten Wettbewerbs zur Förderung sozialer Ideen, startsocial, in das Bundeskanzleramt eingeladen.
Der Bundeskanzler ist Schirmherr des Wettbewerbs. Initiatoren sind die Unternehmen McKinsey & Company, ProSiebenSat.1 Media AG sowie Siemens Business Services. Der Bundeskanzler, Bundesministerin Renate Schmidt und die Initiatoren von startsocial ehrten die eingeladenen Projektteams.

Sieben von ihnen wurden durch einen Preis in Höhe von jeweils 5.000 EUR besonders ausgezeichnet. Sie sind modellhaft für andere soziale Initiativen - beispielsweise durch ein hervorragend aufgesetztes Geschäftsmodell, eine optimale Ansprache der Zielgruppe oder das vorbildliche Haushalten mit den personellen und finanziellen Mitteln. In seiner Begrüßung sagte Schröder: "Unsere Gesellschaft braucht Menschen wie Sie, die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in den Dienst der Gemeinschaft stellen."

Die sieben Bundessieger sind:

  • Das Projekt MENTOR - die Leselernhelfer Hannover e.V. vermittelt ehrenamtliche Mentoren, die mit Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Verhältnissen Lesen, Schreiben und den Umgang mit Texten üben.
  • Der Freundeskreis Buchkinder e.V. aus Leipzig ermöglicht Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 18 Jahren, eigene Geschichten zu schreiben, zu illustrieren und selbst zu drucken. Die Kinder üben so Kreativität und Teamgeist.
  • Das "Neustädter Modell" für ein Freiwilliges Soziales Schuljahr der Freiwilligenbörse "Mach mit" aus Neustadt an der Aisch organisiert die Zusammenarbeit von Schulen und Freiwilligenorganisationen. Im Rahmen des "Freiwilligen Sozialen Schuljahrs" übernehmen Schüler ein Jahr lang zwei Stunden pro Woche ehrenamtliche Aufgaben in lokalen Freiwilligenorganisationen.
  • SUCH(T)- UND WENDEPUNKT e.V. aus Hamburg bietet Beratung und Hilfe für Kinder von alkoholkranken Eltern und wirkt so einer späteren Suchterkrankung der Betroffenen entgegen. Das Angebot des Projekts besteht aus einem Nottelefon für Kinder, Sucht- und Erziehungsberatung und ambulanter Hilfe zur Erziehung.
  • Das Projekt Kids on Tour der Ehrenamtsbörse VEhRA in Ludwigshafen bietet in Kooperation mit der BASF während der Sommerferien eine abwechslungsreiche Ganztagesbetreuung für Kinder vor Ort an. Das Projekt schafft damit eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: das Unternehmen, die Kinder, die Eltern und die involvierten Freiwilligenorganisationen.
  • Das Projekt Second Hemd der AWO Berlin vermeidet die Inhaftierung wegen Bagatellkriminalität straffällig gewordener Frauen, indem es gemeinnützige Arbeitsplätze in einer Kleiderwerkstatt und einem Second-Hand-Laden zur Verfügung stellt.

760_LT_2Den Sonderpreis des Bundeskanzlers hat die Kinder- und Jugendgruppe Fargau-Pratjau erhalten. In dem infrastruktur- und angebotsschwachen "Schlafdorf" bietet die Gruppe unter Einbeziehung der gesamten Dorfgemeinschaft seit 1993 ein vielfältiges und kreatives Kinder- und Jugendprogramm.

"Hilfe für Helfer durch Wissenstransfer" ist das zentrale Anliegen von startsocial. Fast 300 überwiegend ehrenamtlich getragene soziale Initiativen hatten sich in dieser dritten Runde des Wettbewerbs mit einem ausgearbeiteten Projektkonzept bei startsocial beworben. Herzstück des Wettbewerbs ist das Beratungsstipendium. 100 herausragende Projekte werden für drei Monate durch individuelle Beratung unterstützt. Ziel ist es, den Projekten durch moderne Managementmethoden zu mehr Erfolgschancen zu verhelfen. Hauptberatungsfelder sind Finanzierung und Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.startsocial.de/.

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