300.000 Aktive in den Freiwilligendiensten

Berlin, 07.07.2004. Zum 40-jährigen Bestehen des Freiwilligen Sozialen Jahres fand in Berlin die Jubiläumsveranstaltung "Ein Freiwilligen-Jahr - Das lohnt sich" statt. Seit Bestehen wurden mehr als 300.000 Freiwillige aktiv.

Die Freiwilligendienste feiern in diesem Jahr Jubiläum. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend würdigt das 40-jährige Bestehen des Freiwilligen Sozialen Jahres und das gut 10-jährige Bestehen des Freiwilligen Ökologischen Jahres bei einer dreitägigen Veranstaltung ''Ein Freiwilligen-Jahr. Das lohnt sich.'' in Berlin. Vom 1. bis 3. Juli 2004 tauschten sich Fachleute, Bundestagsabgeordnete und derzeitig und ehemals freiwillig Engagierte über Erfahrungen mit den Freiwilligendiensten aus. 80 Jugendliche überreichten Bundesministerin Renate Schmidt bei der offiziellen Festveranstaltung in Berlin ihre auf der Tagung erarbeiteten Empfehlungen für die Zukunft der Freiwilligendienste.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, dankte den Jugendlichen für ihr freiwilliges Engagement. ''Mit ihrem Einsatz sind die Jugendlichen zu Vorbildern geworden'', so Bundesministerin Renate Schmidt. ''Freiwilliges Engagement bereichert jeden Einzelnen und fördert den Zusammenhalt der Gesellschaft. Deshalb wollen wir die Freiwilligendienste auch in Zukunft stärken. Im Freiwilligenjahr erleben die jungen Menschen, dass soziale Wärme aus der Zeit erwächst, die man anderen schenkt.''

Der Freiwilligendienst dauert in der Regel zwölf Monate. Zur Zeit engagieren sich etwa 18.650 junge Frauen und Männer. Die Freiwilligenjahre junger Menschen haben sich über die Jahre bewährt, sie werden immer beliebter. Durchgeführt werden sie von den Bundesländern, den Wohlfahrts- und Umweltverbänden sowie zahlreichen Trägern, Einrichtungen und Einsatzstellen. 1964 wurde das Freiwillige Soziale Jahr auf eine gesetzliche Grundlage gestellt; 1993 folgte das Freiwillige Ökologische Jahr. Seit dem Bestehen der Freiwilligendienste haben sich inzwischen mehr als 300.000 junge Männer und Frauen engagiert. Im Jahr 2002 wurden die Freiwilligendienste erweitert und flexibler gestaltet: Das Spektrum der Einsatzfelder wurde um die Bereiche Sport und Kultur erweitert; die Dauer des Dienstes beträgt flexibel zwischen sechs und zwölf Monaten; ein Freiwilligenjahr kann nun mit Beendigung der Vollzeitschulpflicht begonnen werden; ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr wird als Ersatz für den Zivildienst anerkannt. Freiwilliges Soziales und Freiwilliges Ökologisches Jahr wurden in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgeweitet. Wurden 1993 noch 7.100 Plätze im Freiwilligen Sozialen Jahr aus Bundesmitteln mitfinanziert, so werden derzeit rund 15.450 Plätze in den Freiwilligendiensten und rund 3.200 Plätze als Ersatz für den Zivildienst gefördert.

Die Kommission ''Impulse für die Zivilgesellschaft - Perspektiven für Freiwilligendienste und Zivildienst in Deutschland'' des Bundesministeriums empfahl im Januar diesen Jahres zusätzlich zu den Freiwilligendiensten einstimmig die Entwicklung generationsübergreifender Dienste, unterstützt von der Entwicklung einer ''Kultur selbstverständlicher Freiwilligkeit'' bei gleichzeitiger Absage an eine allgemeine Dienstpflicht. Der Kommission gehörten neben Vertreterinnen und Vertretern des Bundes und der Länder die Wohlfahrtsverbände und damit auch Träger von Freiwilligendiensten und des Zivildienstes an. Neue generationsübergreifende Freiwilligendienste sind ein Lernort, wo engagierte Menschen soziale Verantwortung übernehmen, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen einbringen und erproben und sich persönlich wie beruflich orientieren können, stellte die Kommission einhellig fest. All dies zusammengenommen, mache neue generationsübergreifende Freiwilligendienste für alle Generationen attraktiv und bilde die Grundlage für einen neuen zivilgesellschaftlichen Generationenvertrag für Deutschland.

zurück

Symbol Schriftgröße Schrift kleiner Schrift größer

Programme

Versicherungsschutz im Ehrenamt

Kompetenzn_mini_70Engagiert in Niedersachsen –
der landesweite Kompetenznachweis über ehrenamtliche Tätigkeit

Senioren- und Pflegestützpunkte Niedersachsen (SPN)
Beratung und Unterstützung für ältere Menschen

Selbsthilfe
Unterstützung des freiwilligen Engagements im Selbsthilfe-
bereich

Mehrgenerationenhäuser
Lebendiges und generations-
übergreifendes Miteinander