Niedersächsische Sportmedaille verliehen

Hannover, 11.06.2007. Niedersachsens Sportminister Uwe Schünemann hat Sportlern und Vereinen die Niedersächsische Sportmedaille überreicht.
"Alle heute Geehrten haben sich in ganz besonderer Weise für den Sport und das Gemeinwohl eingesetzt und prägen über den Sport hinaus die örtliche Gemeinschaft", sagte Schünemann bei der Verleihung.

Uwe Schünemann zog beim Jahresempfang des Landessportbundes und der Landesregierung eine positive Bilanz aus den beiden vergangenen deutschen Sportgroßveranstaltung, der Fußball- und Handballweltmeisterschaft. "Beide Weltmeisterschaften haben das Bild Deutschlands im Ausland verbessert und im Inland zu einem Mitgliederzuwachs insbesondere im Fußballsport geführt", so Schünemann.

In Bezug auf die aktuelle Doping-Affäre fordert Schünemann Sportler, Trainer, Betreuer und Ärzte auf, das Kartell des Schweigens zu brechen. "Wir müssen uns darüber klar sein, dass Doping im Leistungssport grundlegende Werte des Sports zerstört. Dopende Sportler gefährden nicht nur in erheblichem Maße ihre Gesundheit, sie sind auch die falschen Vorbilder für Kinder und Jugendliche", sagte der Sportminister. Gemeinsam müssten Sport und Staat die Dopingproblematik in den Griff bekommen, ansonsten sei die Akzeptanz des Spitzensports in der Gesellschaft stark beeinträchtigt und die Finanzierung nicht mehr gesichert. Die Autonomie des Sports erfordere allerdings auch, dass die Sportorganisation hier Verantwortung übernehme. Schünemann wertete es als richtiges Signal, dass der Landessportbund unter Berücksichtigung der Entschließung im Niedersächsischen Landtag hier bereits Maßnahmen ergriffen habe. "Der Sport ist viel zu wichtig für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen sowie für das Lernen von Werten wie Fairness, Teamgeist und auch Leistungsbereitschaft als dass wir Teile des Spitzensports dopenden Sportlern überlassen dürfen", sagte der Sportminister.

Die Landesregierung werde auch weiterhin dafür eintreten, dass ein ausreichendes flächendeckendes Sportangebot sichergestellt sei. Hierzu gehörten auch verlässliche Rahmenbedingen bei der Finanzierung des Sports. Einen erheblichen Anteil daran hat weiterhin die Finanzhilfe aus den Konzessionsabgaben des Glückspiels. Der Minister sprach sich deutlich für einen Erhalt des Staatsmonopols aus. Es diene vor allem auch der Bekämpfung der Spiel- und Wettsucht sowie dem Schutz der Bevölkerung vor problematischem Spielverhalten.

Grundlage des Sports sei aber auch ein flächendeckendes Netz von gut und zeitgemäß ausgestatteten Sportstätten. Schünemann unterstrich in diesem Zusammenhang, wie wichtig das von den Regierungsfraktionen initiierte Sportstättensanierungsprogramm sei. Mit diesem Programm werden über einen Zeitraum von fünf Jahren jährlich fünf Millionen Euro über die bisherige Sport-förderung hinaus für die Sanierung und den Bau von Sportstätten zur Verfügung gestellt.

Im Bereich des niedersächsischen Spitzensports überreichte Schünemann die Niedersächsische Sportmedaille an folgende Sportler:

-Tina Bachmann, Hockey-Spielerin, Eintracht Braunschweig
-Elke Hilper, Ruderin, RG Angaria Hannover
-Gerd Bleidorn, Sledge Eishockeyspieler, RSC Hannover Scorpions

Für ihren jahrelangen, ehrenamtlichen Einsatz in niedersächsischen Sportvereinen überreichte Schünemann die Sportmedaille an folgende Bürger:

- Hans-Karl Bartels, TSV Twieflingen
- Albert Beneke, MTV Wangersen
- Friedrich Meier, TuS Niedernwöhren
- Ferdinand Pötter, TuS Neuenhaus 
 
"An dieser Stelle möchte ich den vielen übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Sportvereinen und -verbänden für die Erfüllung ihrer ehrenamtlichen Aufgaben danken", sagte Schünemann. Die ehrenamtliche Tätigkeit sei ein hohes Gut nicht nur im Sport, sondern außerordentlich wichtig für unser gesamtes gesellschaftliches Leben.

Für ihre beispielhafte Vereinsarbeit ehrte der Minister vier Sportvereine mit der Niedersächsischen Sportmedaille:

- Ruderverein Leer
- TSG Nordholz von 1907 e.V.
- BSV Holzhausen
- Turn-Club Bissendorf

"Sportvereine haben in unserer Gesellschaft eine ganz wichtige Funktion. Gerade bei jungen Menschen wirken Sport und das Engagement im Verein präventiv gegen Gewalt", sagte Schünemann. In diesem Zusammenhang wies Schünemann auf den Sparkassen-Supercup Niedersachsen hin. Bei dem Fußballturnier treten am 14. Juli auf Initiative von Ministerpräsident Christian Wulff die Mannschaften von Hannover 96, VfL Wolfsburg, Eintracht Braunschweig und dem VfL Osnabrück in der AWD-Arena gegeneinander an. Am Vortag findet ein Turnier mit Fans, Polizeibeamten und Ordnern der jeweiligen Vereine statt.

 

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