THW-Präsident Thiel: Beim Ehrenamt darf nicht gespart werden

Schöningen, 23.11.2005. Beim Besuch des Ortsverbandes Schöningen am vergangenen Donnerstag äußerte sich THW-Präsident Dr. Georg Thiel zu den aktuellen Herausforderungen des Technischen Hilfswerks (THW) im modernen Katastrophenschutz. Er warnte vor Einsparungen beim Ehrenamt.

Beim Besuch des Ortsverbandes Schöningen im Geschäftsführungsbereich Braunschweig am vergangenen Donnerstag äußerte sich THW-Präsident Dr. Georg Thiel zu den aktuellen Herausforderungen des Technischen Hilfswerks (THW) im modernen Katastrophenschutz.

"Die stärkere mediale Präsenz des THW fordert die Bundesanstalt immer häufiger zum Helfen in Katastrophenlagen auf, in Deutschland und weltweit", sagte THW-Präsident Thiel. Er erinnerte daran, dass seit Jahresbeginn die ehrenamtlichen Helfer des THW jeden Tag im Auslandseinsatz waren und derzeit auch noch sind. Dieses Engagement im Katastrophenschutz und in der weltweiten humanitären Hilfe sei jedoch durch knappe finanzielle Ressourcen gefährdet. "Die Rasenmähermethode ist nicht angebracht. Wenn das Ehrenamt wegbricht, kann es nicht wieder aufgebaut werden", warnte Thiel mit Blick auf die Vertreter der Politik.

1422_LTTHW-Präsident Thiel betonte, wie wichtig der Ortsverband als Herzstück des THW sei, und dass man vor Ort sehe, wofür man arbeite. Gerade in der gegenwärtigen Zeit mit ihren gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen sind Teamgeist und Improvisationsgabe aller Angehörigen des THW gefordert.

An der Gesprächsrunde in der Unterkunft, geleitet vom Ortsbeauftragten Klaus-Dieter Grupe, nahmen Mitglieder des Ortsverbandes, Vertreter der örtlichen Berufsfeuerwehr, Landrat Gerhard Kilian und der Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Uhl (SPD) teil. Kreisbrandmeister Jürgen Ehlers begrüßte die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit bei gemeinsamen Einsätzen mit den THW-Angehörigen auf Kreisebene. Vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage müsse man jedoch auch neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit wagen, um den Katastrophenschutz der Zukunft zu gestalten, meinte Thiel.

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