Bundesweite Fachtagung: ''Bürgerschaftliches Engagement = Bildung durch Beteiligung''

Hamburg, 19.10.2010. Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) führt mit der Bertelsmann Stiftung, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, der Körber Stiftung, dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg und der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg die Fachtagung vom 21. - 23. Oktober in Hamburg durch.

Bürgerschaftliches Engagement im schulischen Kontext ist keine Rechenformel, auch wenn der Tagungstitel zu solchen Gedankenspielen anregt. Bürgerschaftliches Engagement lebt von den Menschen, die sich für Schülerinnen und Schüler einsetzen und die durch ihre Beteiligung Bildung und Schule weiter entwickeln.

Die Fachtagung wird organisiert von der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg (Referat: Engagement für Bildung und Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung), der Bertelsmann Stiftung, dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE), der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und der Körber Stiftung.

Sie steht in einer Reihe von Tagungen des BBE mit dem Schwerpunkt "Schule und Bürgerschaftliches Engagement", die seit 2004 in verschiedenen Bundesländern stattgefunden haben. In Vorträgen, Exkursionen, Arbeitsgruppen und Foren soll herausgestellt werden, wie sehr das bürgerschaftliche Engagement ein Bildungsfaktor, ein Bildungsziel und auch ein wichtiger und vielschichtiger Erfahrungs- und Bildungsort sein kann.

Ein zentrales Anliegen der Veranstaltung ist es, bürgergesellschaftliche Impulse in den bildungspolitischen Diskurs und die praktische Schulentwicklung einzubringen. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufgabe, die Schule stärker in die lokale Bürgergesellschaft einzubetten und das bürgerschaftliche Engagement als ein Element von Schulentwicklungsprozessen zu stärken.

Am Donnerstag, dem 21. Oktober 2010, wird die Tagung durch einen Vortrag zum Tagesthema "Kompetenzen für die Zivilgesellschaft" von Herrn Prof. Dr. Fauser, Universität Jena eröffnet. Die anschließenden Workshops laden dazu ein, über den Tellerrand zu schauen und sich in Diskussionen über verschiedene Strategien zur Öffnung von Schule für Bürgerschaftliches Engagement einzubringen.

Die elf parallel arbeitenden Workshops werden von bundesweiten Partnern, u.a. der Bundesverband der Fördervereine, die Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland, das Projektebüro "Dialog der Generationen, die Freudenberg Stiftung, der Denkwerkstatt: JugendMentoring e.V. oder die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik organisiert. Zahlreiche Hamburger Projekte und Schulbeispiele ergänzen den Diskurs.

Nach einem Impulsvortrag von Birger Hartnuß (Staatskanzlei Rheinland-Pfalz) präsentieren sich am Freitagvormittag verschiedene Projekte und Initiativen aus dem Norddeutschen Raum in zwölf parallel arbeitenden Workshops.

Die Schirmherrin der Veranstaltung, die 2. Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg und Bildungssenatorin Frau Christa Goetsch, eröffnet anschließend das Länderforum, in dem u.a. die zentralen Fragen und Anregungen aus den Workshops von Vertretern der norddeutschen Bundes-länder und der Zivilgesellschaft (z.B. Herr Prof. Olk, Anne Lütkes, Cornelia v. Ilsemann und Cord Wöhlke) aufgegriffen werden. Am Freitagnachmittag erhalten die Tagungsteilnehmer die Möglichkeit, zahlreiche Projekte und Akteure direkt vor Ort zu besuchen.

Am Samstag schließt die Tagung mit einem Vortrag von Prof. Richard Lerner (Leiter des Instituts für Angewandte Forschung in Jugendentwicklung an der Tufts University, USA) und einer Podiumsdiskussion, die die Relevanz des bürgerschaftlichen Engagements für eine andere bildungspolitische Debatte aufgreifen soll.

Zusätzlich bietet die Tagung über drei Tage breiten Raum, die bestehenden Ansätze und Projekte in, durch und mit Schule kennen zu lernen, mit den Akteuren – auch über die Landesgrenzen hinweg – in kollegialen Austausch zu treten sowie neue Ideen und Konzepte für die zukünftige Arbeit zu entwickeln.

Die Fachtagung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Interessierte und Praktiker in Projekten der Engagementförderung, an Wissenschaftler, an Entscheidungs-träger und Gestalter in den Kultus-, Schul- und Sozialministerien, an öffentliche und freie Träger der Jugendhilfe sowie an Multiplikatoren in Verbänden, Vereinen, Stiftungen und anderen Organisationen.

Weitere Informationen zu der Fachtagung finden Sie hier.

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