Ehrung für ehrenamtliche rechtliche Betreuer durch Sozialministerin Özkan und Justizminister Busemann

Hannover, 08.12.2010. Die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan und der niedersächsische Justizminister Bernd Busemann haben am 04.12. ehrenamtlich tätige Betreuerinnen und Betreuer und Personen, die sich in besonderer Weise im Betreuungsbereich verdient gemacht haben, gelobt und geehrt.

Hannover, 08.12.2010. "Das verantwortungsvolle Amt des ehrenamtlichen rechtlichen Betreuers ist in der Öffentlichkeit leider immer noch recht unbekannt. Deshalb ist es um so wichtiger, die ehrenamtliche Arbeit im Bereich der rechtlichen Betreuung einmal positiv ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken und vor allem denjenigen, die sie tun, zu zeigen: Wir wissen, was Sie leisten und wir sind dankbar dafür", sagte der Niedersächsische Justizminister Bernd Busemann beim ersten Tag der ehrenamtlichen rechtlichen Betreuerinnen und Betreuer am 04. Dezember 2010 im Amtsgericht Hannover.

Die Niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan sagte in ihrem Grußwort: "Ehrenamtliches Engagement ist in unserer Gesellschaft unersetzlich. Sie alle hier unterstützen Menschen, die ihre Angelegenheiten nicht oder nicht mehr vollständig allein regeln können. Dafür möchte ich Ihnen herzlich danken! In Zukunft müssen wir verstärkt Menschen mit Migrationshintergrund als Betreuerinnen und Betreuer gewinnen. Wir müssen gerade in diesem fachlich komplexen Bereich kulturelle und sprachliche Barrieren abbauen. Einen ersten Schritt dazu machen wir gerade mit einem Betreuungsratgeber in verschiedenen Sprachen."

Eingeladen waren ehrenamtlich tätige Betreuerinnen und Betreuer und Personen, die sich in besonderer Weise im Betreuungsbereich verdient gemacht haben, sowie Vertreter sämtlicher Betreuungsvereine, Gerichte, und Betreuungsbehörden in Niedersachsen, der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, der kommunalen Spitzenverbände und der Fraktionen des Niedersächsischen Landtags. 25 Betreuerinnen und Betreuer erhielten eine Dankesurkunde des Justizministeriums und des Sozialministeriums.

Fünf Personen überreichte Busemann die von Ministerpräsident David McAllister verliehene "Verdienstmedaille für vorbildliche Dienste um den Nächsten". Mit einer kurzen Laudatio wurden die besonderen Verdienste der jeweils zu Ehrenden hervorgehoben.

Insgesamt waren 69 ehrenamtlich tätige rechtliche Betreuerinnen und Betreuer von den Gerichten, Vereinen und Betreuungsbehörden vorgeschlagen worden. "Sie können zwar heute nicht alle dabei sein. Aber sie haben alle Großartiges geleistet und werden mit einer Dankesurkunde geehrt", sagte Busemann.

"Wir haben uns dabei zunächst auf Personen beschränkt, die außerhalb der eigenen Familie Betreuungen übernommen haben. Auch für Familienmitglieder ist es keine Selbstverständlichkeit, die rechtliche Vertretung und damit auch die verbindliche Verantwortung für einen Angehörigen zu übernehmen. Deshalb gilt auch den betreuenden Familienangehörigen großer Dank", betonte Busemann.

Aber sich für einen fremden Menschen einzusetzen, mit dem eigentlich nichts verbinde, sei schon etwas ganz Besonderes. "Sie vermitteln den Betroffenen das Gefühl von Normalität und Alltag, das Vertrauen schafft", lobte der Justizminister. Das Ehrenamt verdiene staatliche Förderung und Unterstützung. Deshalb sei er stolz und froh, dass es auf erneute Initiative des Niedersächsischen Justizministeriums endlich gelungen ist, die ehrenamtlichen rechtlichen Betreuerinnen und Betreuer steuerlich den "Sportübungsleitern" gleichzustellen.

"Der künftig auf 2.100 Euro jährlich erhöhte Steuerfreibetrag für die ehrenamtlichen Betreuer wirkt nicht nur den steigenden Ausgaben für Berufsbetreuungen entgegen und baut Bürokratie ab, sondern setzt auch ein klares Signal, wie wichtig dem Gesetzgeber das bürgerschaftliche Engagement für die Schwachen in unserer Gesellschaft ist", stellte Busemann fest.

"Bei allem Dank und aller Anerkennung: Ehrenamtliche sind glücklich und leben länger. Das belegen wissenschaftliche Studien. Ich hoffe, dass das bei Ihnen allen auch so ist", so Busemann abschließend.

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