Familienministerium legt Folgeprogramm für Mehrgenerationenhäuser auf

bmfsfj_KTBerlin, 09.12.2010. Auch in Zukunft wird das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auf die Erfahrung und Kompetenz aller Engagierten in den Mehrgenerationenhäusern setzen. Im Jahr 2011 wird dazu ein Folgeprogramm ausgeschrieben.

"Die engagierte und erfolgreiche Arbeit der Ehrenamtlichen in den Mehrgenerationenhäusern muss weitergehen", erklärte Kristina Schröder. "Das Konzept hat sich bewährt - jetzt werden wir es in die Zukunft tragen", sagte die Bundesfamilienministerin. Mehrgenerationenhäuser seien eine ganz wichtige Anlaufstelle für Alt und Jung. "Zuverlässig und für alle Altersgruppen mobilisieren und organisieren sie Zeit für Verantwortung außerhalb der Familie".

Der generationenübergreifende Ansatz soll weiterhin die Arbeit der Häuser prägen. Wichtig ist dabei die Unterstützung der Kommunen, um Mehrgenerationenhäuser im kommunalen Angebot vor Ort zu verankern. Daher sollen diese eine stärkere Rolle als bisher übernehmen und sich erstmals an der Finanzierung beteiligen.

Das Folgeprogramm wird im Jahr 2011 öffentlich ausgeschrieben. Auch in Zukunft wird der generationenübergreifende Ansatz die Arbeit der Häuser prägen. Unerlässlich ist außerdem die Unterstützung der Kommunen.

Diese ist ein entscheidender Indikator dafür, ob und wie die Mehrgenerationenhäuser im kommunalen Angebot verankert sind. Daher sollen die Kommunen eine stärkere Rolle als bisher übernehmen, auch in Form einer Beteiligung an der Finanzierung.

Die folgenden vier inhaltlichen Schwerpunkte möchte das Bundesfamilienministerium mit dem Folgeprogramm setzen:

1. "Alter und Pflege"

  • Etablierung von Unterstützungs- und Beratungsangeboten für ältere Menschen, Pflegebedürftige und Demenzkranke und ihre Angehörigen
  • Vermittlung und Bereitstellung niedrigschwelliger Angebote bis hin zu pflegeergänzenden Hilfen
  • Systematischer Auf- und Ausbau von Kooperationen mit Pflegeberatungsstellen und Pflegestützpunkten

2. "Integration und Bildung"

  • Etablierung integrationsfördernder Angebote in möglichst vielen Häusern
  • Auf- und Ausbau der Angebote im Bereich Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen

3. "Haushaltsnahe Dienstleistungen"

  • Nachhaltige Festigung der Mehrgenerationenhäuser als die Dienstleistungsdrehscheiben in der jeweiligen Standortkommunen
  • Abbau von Hemmschwellen gegen und Werbung für haushaltsnahe Dienstleistungen vor allem in Bezug auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Familie und Pflege

4. "Freiwilliges Engagement"

  • Etablierung von Mehrgenerationenhäusern als Knotenpunkte des Bundesfreiwilligendienstes und des bürgerschaftlichen Engagements in den Kommunen
  • Stärkere Vernetzung mit Einrichtungen und Initiativen - wie Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros oder Jugendmigrationsdiensten

"Mit ihren vielen freiwillig Engagierten unterstützen die Häuser berufstätige Eltern genau so wie Menschen, die Angehörige pflegen. Gleichzeitig geben sie wichtige Impulse für gesellschaftliches Engagement. Dieses Engagement möchte ich erhalten und auf eine tragfähige Basis für die Zukunft stellen," betonte Kristina Schröder

Bundesweit unterstützen mehr als 16.000 Freiwillige die Arbeit in den rund 500 Einrichtungen. Mehr als 60 Prozent der Aktiven in den Mehrgenerationenhäusern engagieren sich auf freiwilliger Basis.

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