BewohnerInnen zu Gast im Süden

190708 Bewohner_innen TreffenGöttingen, 08.07.2019. Im Juni trafen sich Haupt- und Ehrenamtliche in Göttingen zum Bewohner*innen-Initiativen-Treffen . Eine Frage des Treffens war: Was braucht gute Nachbarschaft?

Nach einer Vorstellungsrunde der Teilnehmer*innen standen folgende Fragen im Mittelpunkt:

  • Wie arbeitet Hauptamt und Ehrenamt zusammen?
  • Wo sind die Stolpersteine und wie kann man diese umgehen?

Bewohner*innen möchten "sich ernst genommen fühlen", "Wertschätzung" und "Respekt" sind für sie die ganz elementaren Faktoren der erfolgreichen Zusammenarbeit. In der ersten Austauschrunde zeigte sich, dass die Hauptamtlichen diese Ansicht teilten.

Oft steht dem aber der Faktor "Zeit" entgegen. Der hohe Verwaltungsaufwand und die bürokratischen Hürden erlaubten immer seltener das, für die Zusammenarbeit so wichtige, zwanglose Beisammensein z. B. bei einer Tasse Kaffee. Zudem erleben Hauptamtliche oft die Notwendigkeit der Rechtfertigung für "Kaffee trinken mit Bewohner*innen" – obwohl das ein elementarer Baustein ist, um Vertrauen aufzubauen und Wertschätzung entgegen zu bringen. Nach einem Rundgang durch den grünen Stadtteil, mit Besuch der Bewohner*innen-Wohnung, wurde ein weiteres Mal angeregt diskutiert.

Um die weitere Frage des Bewohnertreffens "Was braucht gute Nachbarschaft?" zu besprechen, wurden zunächst alle Anwesenden gefragt: "Was bedeutet gute Nachbarschaft für Sie persönlich?".

Es braucht Begegnungsräume – einen wirklichen Ort, gegenseitiges Interesse und jemanden, der sich kümmert. Und das gilt sowohl für Hausgemeinschaften, die sich beim Grillen im Hof treffen, ebenso wie bei einem Stadtteilzentrum (wie z.B. dem Weststadtzentrum) in dem Bewohner*innen beim Mittagstisch zusammenkommen.

Alle Teilnehmer*innen betonten, dass die Toleranz gegenüber dem "Anderen" und gemeinsame Regeln für das Zusammenleben unabdingbar sind.

Quelle: Website LAG-NDS


zurück

Symbol Schriftgröße Schrift kleiner Schrift größer