Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Sommer und Herbst 2015 waren in Deutschland durch ein beispielloses Engagement für Flüchtlinge geprägt. Die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit, die in den vorangegangenen Jahren bereits einen ungewohnten Zuwachs erfuhr, wurde zu einer gesellschaftlichen Bewegung. Doch wie veränderte sich durch diese Ereignisse das freiwillige Engagement für Flüchtlinge? Wer waren diese Menschen, die sich
für Schutzsuchende einsetzten, was taten sie und was motivierte sie?

Im Rahmen der zweiten Studie »Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit« des Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität zu Berlin wurden Daten und Erkenntnisse zur Entwicklung des Engagements der Zivilgesellschaft für Geflüchtete gesammelt.

Insgesamt wurden fast 2.300 Engagierte online zu verschiedenen Themen befragt. Laut der Befragung findet ein großer Teil der Flüchtlingshilfe mit Angeboten einer niedrigschwelligen Orientierungs- und Ankunftshilfe statt. Dabei fällt auf, dass sich die Gruppe von Flüchtlingshelfer/innen zu 75% aus Frauen zusammensetzt.

Weiterhin spielt auch das gesamtpolitische Engagement eine große Rolle, denn über 90% der Befragten wollen die Gesellschaft zumindest minimal verändern und ein Zeichen gegen Rassismus setzen.

Die Autoren der Studie fordern eine noch stärkere Bereitschaft von Institutionen, mit Ehrenamtlichen zusammenzuarbeiten und die Finanzierung auszubauen.

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Quelle: Newsletter Wegweiser Bürgergesellschaft vom 19.08.2016

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