Ehrenamtliches Naturschutzengagement ausgezeichnet

Oldenburg, 13.12.2007. Mit dem Umweltschutzpreis 2007 wurde in diesem Jahr auf Beschluss des Rates der Stadt Oldenburg das ehrenamtliche Naturschutz-Engagement von fünf Oldenburger Initiativen ausgezeichnet. Der 1. Preis ging an das Hautflügler-Beraternetz.

Mit dem Umweltschutzpreis 2007 wurde in diesem Jahr auf Beschluss des Rates der Stadt Oldenburg das ehrenamtliche Naturschutz-Engagement von fünf Oldenburger Initiativen ausgezeichnet. In einer Feierstunde im Alten Rathaus nahmen die Preisträger ihre Urkunden aus der Hand von Oberbürgermeister Gerd Schwandner entgegen. Der mit 1000 Euro dotierte 1. Preis ging an das Hautflügler-Beraternetz.

2062_LTDas Hautflügler-Beraternetz besteht aus sieben Imkern. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, unberechtigte Ängste gegenüber Hautflüglern wie Bienen, Hummeln, Hornissen und Wespen abzubauen. Jährlich werden 180 bis 200 Beratungen bei den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort durchgeführt. In den meisten Fällen ist danach eine Beseitigung oder Umsiedlung der Nester nicht mehr erforderlich. Das Hautflügler-Beraternetz plant darüber hinaus, Informationsbroschüren für Bürgerinnen und Bürger und für Schulkinder zu erstellen. Durch das ehrenamtliche Engagement des Hautflügler-Beraternetzes wird auch vor dem Hintergrund des Artenschwundes ein wertvoller Beitrag zum Arten- und Biotopschutz im städtischen Raum geleistet. Von den in Deutschland nachgewiesenen 547 Wildbienenarten stehen bereits mehr als die Hälfte auf der Roten Liste.

Wenn wir uns mit Pflanzen und Tieren nicht vertragen, sondern ihre Lebensräume zerstören, bringen wir die Natur aus dem Gleichgewicht, so Oberbürgermeister Schwandner in seiner Laudatio. Von der Artenvielfalt profitieren wir alle. Auch Oldenburg erlangt von einer intakten Umwelt als Wohn- und Wirtschaftsstandort einen klaren, ökonomischen Wettbewerbsvorteil. Schwandner verwies in dem Zusammenhang auf die Ergebnisse der 2. Oldenburger Unternehmensbefragung, an der sich über 400 Betriebe beteiligt hatten. Mit Abstand am besten bewerteten die Betriebe dabei die so genannten weichen Standortfaktoren. Der Umweltschutz in Oldenburg erhielt dabei die Note 2. Zum Image der Stadt Oldenburg trägt eine gesunde und attraktive Umweltsituation entscheidend bei. Diesen Vorteil wollen wir bewahren. Das ist auch eine moralische Verpflichtung, sagte Schwandner.

Vier weitere Beiträge zum Umweltschutz wurden mit einer Anerkennungsurkunde ausgezeichnet. Der Verein Harfe Heilpädagogik und Therapie für Kinder Diagnostik und Elternberatung wurde ausgezeichnet für sein beispielhaftes Engagement für eine ganzheitlich umwelt- und naturgerechte Umgebung als wesentlicher Bestandteil seiner pädagogischen Arbeit mit benachteiligten Kindern. Elisabeth Woesner und Petra Wahrenburg erhielten die Urkunde für ihre beispielhaften Aktionen zur spielerischen Naturerfahrung und für ihre engagierte Betreuung der Natur-AG der Grundschule Etzhorn. Die Schulgarten- und Umwelt-AG des Neuen Gymnasiums Oldenburg wurde für ihren vorbildlichen Einsatzes für den Natur- und Umweltschutz an ihrer Schule ausgezeichnet. Die NABU-Nistkasten AG überzeugte die Jury durch ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz für den Artenschutz.

Der Rat der Stadt verleiht den Umweltschutzpreis an Bürger, Vereine oder Unternehmen, die sich um den Umweltschutz in Oldenburg durch vorbildliche und herausragende Leistungen verdient gemacht haben. Die nächste Preisverleihung ist für 2009 vorgesehen. Vorschläge werden vom Fachdienst Umweltmanagement der Stadt Oldenburg, Industriestraße 1, 26105 Oldenburg, jederzeit auch per E-Mail an umwelt@stadt-oldenburg.de entgegengenommen.

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