Integrationslotsen stützten Neuzuwanderer

Hannover, 18.12.2007. Innenminister Uwe Schünemann hat für das kommende Jahr ein landesweites Netz von bis zu 800 freiwilligen Integrationslotsen für Niedersachsen angekündigt.

Im kommenden Jahr sollen bis zu 800 Integrationslotsen den Neuzuwanderern in Niedersachsen bei der Orientierung in der für sie fremden Umgebung helfen. Außerdem werden die Integrationslotsen schon länger hier lebende Migranten und Spätaussiedler bei der sprachlichen, schulischen, beruflichen und gesellschaftlichen Integration unterstützen.
"Die Landesregierung hat für das kommende Jahr 500.000 Euro für das Projekt Integrationslotsen zur Verfügung gestellt", so der Innenminister. Geplant seien damit ca. 80 Schulungsmaßnahmen für die Ausbildung der Integrationslotsen mit jeweils bis zu zehn Teilnehmern.
"Die Integrationslotsen sind eine hervorragende Ergänzung zum Projekt der Integrationsleitstellen", sagte Schünemann. Für insgesamt 15 Leitstellen unter anderem in den Landkreisen Emsland, Gifhorn, Harburg, Peine, Schaumburg und Verden habe das Land das Personal zur Verfügung gestellt. Die Mitarbeiter der Leistellen vernetzten das örtliche Integrationsangebot, bänden Selbsthilfeorganisationen ein und trügen durch Ihre Tätigkeit zur Optimierung der Integration in den Kommunen bei, sagte Schünemann.
Der Innenminister hob weiterhin die Willkommens- und Integrationskurse für Spätaussiedler und jüdische Zuwanderer in Friedland hervor. Die Personen erhalten in siebentägigen Kursen gleich nach ihrer Ankunft im Grenzdurchgangslager Friedland erste Orientierungen in alltagsrelevanten Lebensfeldern und erste sprachliche Hilfestellungen. Seit September 2006 finden in Friedland für die niedersächsischen Spätaussiedler und jüdischen Zuwanderer auch Integrationskurse mit derzeit 630 Unterrichtsstunden statt. Die ersten Integrationskurse seien jetzt beendet worden, sagte Schünemann.
Der Innenminister nannte zahlreiche weitere Initiativen des Landes, die die Spitzenstellung des Landes bei der Integration von Zuwanderern deutlich machten. So sei Niedersachsen das erste Bundesland gewesen, dass ein Verfahren zur Feststellung der deutschen Sprachkenntnisse bei Kindern eingeführt habe und verpflichtende Sprachförderkurse vor der Einschulung anbiete.
"Seit dem Schuljahr 2003/2004 gibt es darüber hinaus in Niedersachsen an inzwischen 22 Grundschulen islamischen Religionsunterricht. Mit der Einführung für derzeit 700 Schüler hat Niedersachsen Pionierarbeit geleistet", sagte Schünemann. Für diese und viele weitere Integrationsmaßnahmen, wie sie im "Handlungsprogramm Integration" festgeschrieben seien, habe die Landesregierung im Jahr 2006 rund 60 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. "Das zeigt, dass Niedersachsen bei der Förderung von Integrationsmaßnahmen führend ist. Dies werden wir auch im kommenden Jahr fortsetzen", sagte Innenminister Schünemann.

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