Zur Zukunft des ehrenamtlichen Engagements in Vereinen und Vorständen

171012 Logo VHS OSOsnabrück, 12.01.2017. Eine Vortragsreihe der VHS Osnabrück will ehrenamtliche Mitglieder und Vorstände in Vereinen für die Zukunft fit machen. Auf fünf Veranstaltungen werden die wichtigsten Fragen behandelt und diskutiert.

Auch wenn Vereine in Deutschland die wichtigste Organisationsform für ehrenamtliches Engagement darstellen, sinkt die Zahl der Vereinsmitglieder und insbesondere der Funktionsträger im Verein stetig. Es stellen sich Fragen:

  • Wo wird es hingehen mit unseren Vereinen und Vorständen?
  • Was können wir tun, um dieses Ehrenamt für die Zukunft "fit" zu machen?

Diese und weitere Fragen werden ab dem 8. Februar 2017 an fünf Terminen in der Volkshochschule der Stadt Osnabrück gestellt und jeweils der Versuch unternommen, sie zu beantworten. Zu den kostenlosen Veranstaltungen sind alle Interessierten herzlich eingeladen:

  1. Auftaktveranstaltung:
    Ehrenamtliches Engagement in Vereinen und Vorständen - Quo vadis?

    Mi 08. Februar 2017, 16:30-19:00 Uhr
    Die wichtigste Organisationsform für ehrenamtliches Engagement in Deutschland sind die Vereine. In der Vergangenheit war jede/r Zweite Mitglied in einem Verein. Doch die Zahl der Vereinsmitglieder und insbesondere der Funktionsträger im Verein sinkt stetig, und viele Vereine stehen vor der großen Herausforderung, die demografisch bedingt frei werdenden Vorstandsposten neu zu besetzen. Nur schwer gelingt der dringend notwendige Generationswechsel.
    Folglich bleiben Vorstandsposten nicht selten unbesetzt und viele traditionsreiche Vereine müssen aufgelöst werden. Das hat vielfältige Gründe und Folgen. Der Stärkung, Unterstützung und Qualifizierung von Vereinen und Vorständen kommt darum eine wichtige und zunehmende Rolle zu. In dieser Veranstaltung stehen darum nicht nur die täglichen Probleme im Mittelpunkt, sondern auch Ideen und Impulse für zukünftige Vereins- und Vorstandarbeit.
    Um Anmeldung bis zum 30.01.2017 wird gebeten.

  2. Anerkennung und Wertschätzung im Ehrenamt - Was wollen Freiwillige?
    Mi 22.02.2017, 17:30-20:00 Uhr
    Einer der wichtigsten Motivationsfaktoren, warum Menschen ehrenamtlich aktiv werden, ist Anerkennung. Viele Ehrenamtliche "werfen das Handtuch", weil sie sich ausgenutzt statt wertgeschätzt fühlen. Ehrennadeln als Anerkennung gab es gestern – und heute?
    Es gilt, im Verein und Vorstand eine Art "Anerkennungskultur" zu entwickeln. Aber wie kann das umgesetzt werden und was wollen freiwillig Aktive überhaupt? Damit werden wir uns intensiv beschäftigen.
    Um Anmeldung bis zum 10.02.2017 wird gebeten.

  3. Nachwuchssicherung im Ehrenamt - Wie kann ein Generationswechsel gelingen
    Sa 25.02.2017, 9:30-16:15 Uhr
    Bei zahlreichen ehrenamtlich aktiven Vorständen steht in den nächsten Jahren ein überlebenswichtiger Generationswechsel an, damit ihre Vereine und Einrichtungen auch zukünftig bestehen können und handlungsfähig bleiben. Doch in der Praxis wird die Gewinnung neuer ehrenamtlich Aktiver für Vorstandsposten immer schwieriger. So mancher macht angeblich mangelndes Pflichtgefühl der jüngeren Generation dafür verantwortlich. Tatsächlich lassen sich der heutige Lebensalltag, Beruf und Familie mit einer längerfristigen Übernahme einer ehrenamtlichen Funktion nur noch schwer vereinbaren. Und auch die Motivationsgründe, warum sich jüngere Menschen für ein Ehrenamt entscheiden, haben sich sehr geändert. Hinzu kommt, dass "Alt" und "Jung" nicht immer den "Draht zueinander finden". An dem heutigen Tag wird es also darum gehen, wie ein Generationswechsel gelingen kann und was dafür notwendig ist.
    Um Anmeldung bis zum 10.02.2017 wird gebeten.

  4. Zusammenarbeit im Haupt- und Ehrenamt - Zwei Welten treffen aufeinander?
    Mi 08.03.2017, 17:30-20:00 Uhr
    Nicht selten betrachten sie sich gegenseitig mit Argwohn und Abstand: hauptamtlich Tätige und ehrenamtlich Aktive in Vereinen. Ihnen obliegen unterschiedliche Aufgaben und doch arbeiten sie für dieselbe Sache. Manche tun dies ge-meinsam, mache nebeneinander her. Warum dies so ist und was beide Seiten tun können, um leichter zusammen zu kommen, soll Thema des heutigen Abends sein.
    Um Anmeldung bis 28.02.2017 wird gebeten.

  5. Interkulturelle Vorstands- und Vereinsarbeit - ein notwendiger Blick über den Tellerrand?
    Fr 24.03.2017, 16:30-19:00 Uhr
    BürgerInnen mit Migrationshintergrund engagieren sich natürlich auch ehrenamtlich - doch was ist hierbei anders? Immer mehr Vereine und Verbände versuchen, sie für ihre Anliegen und als neue Mitglieder zu gewinnen. Eine gute Sache - schließlich könnten alle Seiten voneinander profitieren. Doch nicht selten scheitern bereits erste Annäherungsversuche. Woran das liegen könnte, bleibt vielen schleierhaft. An diesem Abend werden wir deshalb versuchen, einen Blick hinter diesen "Schleier" zu werfen.
    Um Anmeldung bis zum 10.03.2017 wird gebeten.

Es erwarten Sie bei diesen kostenfreien Veranstaltungen:

  • erfahrene ExpertInnen zum Thema sowie abwechslungsreiche Vorträge,
  • ein Austausch mit ehrenamtlich Aktiven aus anderen Vereinen und Verbänden,
  • Raum für Diskussionen und Gespräche,
  • die Möglichkeit, sich selbst und seine Vorstellungen zum Ehrenamt einzubringen,
  • praktische Tipps und Hilfen
  • und abschließend ein leckerer Imbiss zur Stärkung.


Veranstaltungsort: jeweils der Vortragssaal in der Volkshochschule der Stadt Osnabrück, Bergstraße 8, 49076 Osnabrück.

Hintergrund
Die fünf Veranstaltungen werden im Rahmen des Programms "Engagement braucht Leadership - Volkshochschulen aktiv für Vereinsvorstände" von der Robert Bosch Stiftung und dem Deutschen Volkshoch-schul-Verband e.V. gefördert. Die Volkshochschule der Stadt Osnabrück ist einer der bundesweit acht Modellstandorte des Projekts und der einzige in Niedersachen. Mit diesem Programm möchte die Robert Bosch Stiftung ehrenamtlich getragene Vereine bei der Gewinnung, Qualifizierung und Nachbesetzung neuer Vorstände unterstützen und begleiten.

Anmeldung
Volkshochschule der Stadt Osnabrück GmbH
Felicitas Kröger
Bergstraße 8
49076 Osnabrück
Tel: 0541-323 - 2243
Fax: 0541-323 - 4347
E-Mail: info@vhs-os.de

Quelle: Niedesächsisches Sozialministerium





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