Hildesheimer Nothilfe-Fonds für Flüchtlinge startet neue Förderperiode

170126 NothilfefondsHildesheim, 26.01.2017. Auch nach zwei Jahren ist das Engagement für Flüchtlinge im Bistum Hildesheim hoch. Entsprechend groß ist der Bedarf an Unterstützung für Ehrenamtliche.

Die Auswertung der Jahre 2015 und 2016 zeigt: Die örtlichen Caritasverbände konnten Personalstellen in Höhe von 530.000 Euro schaffen, mit 60.000 Euro wurden Geflüchtete über Einzelfallhilfen, überwiegend bei Familien-Zusammenführungen, unterstützt. Zudem unterstützte das Bistum Hildesheim 73 Initiativen vor Ort mit 193.000 Euro. Alle Projekte werden von hohem zivilgesellschaftlichem Engagement getragen.

Rosa Lynn Grave, die die ehrenamtliche Arbeit für Flüchtlinge beim Diözesan-Caritasverband Hildesheim unterstützt, geht auch nach wie vor von rund 3.000 Freiwilligen im Bistum aus. "Viele Menschen haben sich engagiert, engagieren sich noch immer oder steigen gerade jetzt neu ein."

Mit der Weiterführung des Nothilfe-Fonds im Volumen von 150.000 Euro jährlich setze das Bistum Hildesheim ein deutliches Zeichen, dieses wichtige Engagement auch weiterhin zu unterstützen. Doch nicht nur die finanzielle Hilfe ist für Grave wichtig. "Vermehrt spürbar werden auch die Belastungen nach diesen zwei Jahren", erfährt Grave. Die Begleitung der Geflüchteten sei emotional durchaus fordernd, denn "natürlich bewegen deren Geschichten die Ehrenamtlichen."

Zunehmend belastend seien zudem die Erfahrungen mit langen Wartezeiten bei Behörden und deren Handeln, welches nicht immer sofort nachvollziehbar sei. Hier sei es wichtig zu lernen, Abstand zu gewinnen und die eigenen Grenzen zu beachten. Austauschrunden mit anderen Engagierten und Hauptamtlichen erwiese sich, so Grave, als hilfreich.

Im vergangenen Jahr konnte in Hildesheim und in den örtlichen Caritasverbänden zudem eine gute Struktur aufgebaut werden, um die Engagierten zu unterstützen. So sind zum Beispiel Tagungen, Supervision und Info-Abende zum Thema Islam, interreligiöser Dialog und interkulturelles Lernen in Vorbereitung.

Die Anträge an den Nothilfe- Fonds zeugen weiterhin von viel Elan und sind bunt wie das Leben: von Deutschunterricht über Material für Fahrradwerkstätten und gemeinsame Aktivitäten bis hin zu Kunstprojekten. Die Bewilligung erfolgt unbürokratisch und schnell.

"Neue Freiwillige kontaktieren am besten Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Initiativen vor Ort. Wer Interesse hat, sich zu engagieren, sollte sich nicht scheuen, auf die bereits Engagierten zuzugehenOder mich anrufen", sagt Grave.

Kontakt
Rosa Lynn Grave
Koordinatorin der ehrenamtlichen Arbeit für Flüchtlinge
beim Caritasverband für die Diözese Hildesheim
Tel: 05121 938147
E-Mail: grave@caritas-dicvhildesheim.de

Quelle: Website Caritasverband Hildesheim

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