Fachtagung zum 2. Freiwilligensurvey

Berlin, 22.09.2006. Auf der heutigen Tagung zum 2. Freiwilligensurvey 1999-2004 "Bürgerschaftliches Engagement - Ressource für die Zivilgesellschaft" diskutieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis über die Zukunft freiwilliger Tätigkeit. Ein zentrales Thema ist der Ausbau von Freiwilligendiensten in Deutschland.

"Wer sich freiwillig engagiert, hilft nicht nur anderen, sondern profitiert auch selbst von seinem Einsatz für die Allgemeinheit", erklärt Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Eröffnung der Fachtagung zum 2. Freiwilligensurvey heute in Berlin. "Die Bundesregierung wird deshalb die Freiwilligendienste in Deutschland weiter ausbauen. Dabei wollen wir vor allem benachteiligte Jugendliche fördern. Für sie werden wir verstärkt Plätze im Freiwilligen Sozialen Jahr und im Freiwilligen Ökologischen Jahr schaffen. Denn gerade benachteiligte Jugendliche profitieren enorm von freiwilligem Engagement, weil sie sich Kenntnisse und Kompetenzen aneignen, die ihnen auch beim Start ins Berufsleben weiterhelfen."

Auf der heutigen Tagung zum 2. Freiwilligensurvey 1999-2004 "Bürgerschaftliches Engagement - Ressource für die Zivilgesellschaft" diskutieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis über die Zukunft freiwilliger Tätigkeit. Der Survey zeigt, dass sich bereits mehr als 23 Millionen Menschen in Deutschland freiwillig engagieren. Allerdings sind vor allem Bürgerinnen und Bürger der gut ausgebildeten Mittelschicht ehrenamtlich aktiv, während sich bildungsferne Schichten und Menschen mit Migrationshintergrund seltener beteiligen. Außerdem engagieren sich viele Freiwillige vorwiegend für und in ihrer Altersgruppe - Begegnungen zwischen den Generationen finden kaum statt.

"Die Bundesregierung hat bereits auf diese Entwicklung reagiert", erklärt Staatssekretär Kues. "Mit einer Reihe von Programmen und Projekten, die jüngere und ältere Menschen gleichermaßen ansprechen, fördern wir das bürgerschaftliche Engagement. Ob die geplanten Mehrgenerationenhäuser, das Freiwillige Soziale oder Ökologische Jahr, die Generationsübergreifenden Freiwilligendienste oder das Programm Erfahrungswissen für Initiativen: Wir schaffen eine Struktur, in der sich bürgerschaftliches Engagement noch stärker entfalten kann als bisher."

Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerin, diskutiert heute auf der Tagung um 16 Uhr das Thema "Bürgerschaftliches Engagement - Ressource für die Zivilgesellschaft" mit Dr. Michael Bürsch, Vorsitzender des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement im Bundestag, Klaus Riegert, stellvertretender Vorsitzender und Ute Kempf, Mitglied des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement, sowie Prof. Dr. Thomas Rauschenberg, Direktor des Deutschen Jugendinstitutes, und dem Publizisten Dr. Warnfried Dettling.

Die Fachtagung zum 2. Freiwilligensurvey 1999-2004 "Bürgerschaftliches Engagement - Ressource für die Zivilgesellschaft" wird organisiert vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e. V. in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend. Die Tagung findet heute von 11 Uhr bis 18 Uhr in der Neuen Mälzerei, Friedenstraße 91, 10249 Berlin statt.


Den Freiwilligensurvey können Sie sich hier herunterladen:
Freiwilliges Engagement in Deutschland 1999 - 2004
 

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