Für ein aktives Deutschland

Berlin, 08.12.2004. Die Initiative "für mich, für uns, für alle" kommt in ihrem Bericht "Deutschland aktiv" zu dem Ergebnis: Förderung des bürgerschaftlichen Engagements sollte eine Bedeutung wie der Umweltschutz erhalten.

Unter dem Titel "Deutschland aktiv" stellt die Initiative "für mich, für uns, für alle" im Rahmen der Bürgerpreis-Verleihung ihren jährlichen Statusbericht zum bürgerschaftlichen Engagement in Deutschland vor.

Mit dem Bericht will die Initiative - ein Zusammenschluss von engagierten Bundestagsabgeordneten, den Städten, Gemeinden und Landkreisen Deutschlands sowie den Sparkassen - eine öffentliche Diskussion über die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement anstoßen. "Ein Akteur allein kann die Rahmenbedingungen für die Engagierten nicht ändern. Eine wirksame Verbesserung kann nur stattfinden, wenn Politik, Kommunen, Unternehmen sowie Verbände und Vereine jeweils ihren Teil dazu beitragen", erklärt Dr. Michael Bürsch, MdB und Gründungsmitglied der Initiative.

Autoren des Berichtes sind Professor Dr. Adalbert Evers, Professor Dr. Gisela Jakob und Professor Dr. Thomas Olk als Experten aus dem Bereich des bürgerschaftlichen Engagements. Das erste Exemplar von "Deutschland aktiv" wird Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, an den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Dr. Norbert
Lammert, überreichen.

Durch bürgerschaftliches Engagement den Generationendialog fördern

"Die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements zu Fragen des Generationendialoges sollte in der Politik eine zentrale Rolle einnehmen", fasst Dr. Michael Bürsch die Ergebnisse des Berichtes zum diesjährigen Schwerpunktthema der Initiative zusammen. Denn aufgrund der gesellschaftlichen und demographischen Entwicklung fänden Begegnungen zwischen den Generationen immer seltener in Familien statt, sondern sie müssten außerhalb familiärer Beziehungen organisiert werden. Durch bürgerschaftliches Engagement entstünden Gelegenheiten und Orte, wo Jung und Alt zusammenkommen und gegenseitig vom Wissen und den Erfahrungen der Anderen profitieren könnten, zum Beispiel, wenn Wirtschaftssenioren junge Existenzgründer beraten oder Jugendliche Senioren im Umgang mit Handys und Computern vertraut machen.

Bürgerschaftliches Engagement als Eintrittskarte in die Erwerbsarbeit

Bürgerschaftliches Engagement kann auch einen Beitrag im Bereich eines weiteren drängenden Problems leisten: Der Arbeitslosigkeit. "Bürgerschaftliches Engagement kann zwar nicht die Erwerbsarbeit ersetzen oder die strukturellen Probleme des Arbeitsmarktes lösen, aber es trägt dazu bei, die Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten", so Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis. Arbeitslose können durch ihr Engagement wichtige Kontakte zum beruflichen Umfeld knüpfen. Arbeitslose haben außerdem die Möglichkeiten, durch ihren freiwilligen Einsatz neues Wissen sowie neue Kompetenzen zu erlernen, die wiederum beim Einstieg in die Erwerbsarbeit hilfreich sind. Allerdings ist es notwendig, dass Arbeitgeber die Fähigkeiten und Qualifikationen, die Arbeitnehmer sich durch bürgerschaftliches Engagement aneignen, stärker anerkennen. "Von dem Engagement der Mitarbeiter profitieren auch die Unternehmen", betont Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis. "In der Regel sind bürgerschaftlich aktive Mitarbeiter besser qualifiziert und auch motivierter."

Durch den Bericht "Deutschland aktiv" erhofft sich die Initiative "für mich, für uns, für alle" eine öffentliche Diskussion über das bürgerschaftliche Engagement in Deutschland. Die konkreten Empfehlungen und Handlungsanweisungen richten sich an alle politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteure, um die Engagierten wirkungsvoll zu unterstützen. "Wenn in jedem Jahr ein oder zwei unserer Empfehlungen umgesetzt werden, sind wir auf einem guten Weg und tragen langfristig zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement bei", so Dr. Michael Bürsch zu den Erwartungen, die die Initiative mit dem Bericht verbindet.

Weitere Informationen: www.buerger-engagement.de

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