startsocial 2006: Bewerbungsfrist verlängert

München, 06.06.2006. Zwei Wochen länger - noch bis zum 15. Juli - können sich Einzelpersonen und Gruppen, die an der Lösung eines sozialen Problems arbeiten, um eines der 100 ausgeschriebenen Beraterstipendien bewerben.

Unter dem Motto "Hilfe braucht Helfer" fördert der Wettbewerb "startsocial" den Wissenstransfer zwischen Wirtschaftsunternehmen und sozialen Organisationen in die soziale Projektarbeit hinein: Herausragende soziale Initiativen werden durch individuelle Beratung unterstützt und Netzwerke zwischen ihnen und Unternehmen werden geschaffen.

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Wer kann teilnehmen?

Teilnehmen können alle, die sich mit ihrem Projekt für die Lösung eines sozialen Problems einsetzen. Dabei kann es sich um eine neue Idee oder ein bereits laufendes Projekt handeln. Die Lösung eines sozialen Problems muss im Mittelpunkt stehen. Primär politische, kulturelle, medizinische oder ökologische Projekte können im Rahmen von startsocial nicht berücksichtigt werden, sofern sie nicht zugleich auch einen zentralen sozialen Aspekt behandeln. Das Projekt sollte im Schwerpunkt ehrenamtlich getragen sein.


Teilnahmeunterlagen

Die Bewerbungsfrist für startsocial 2005 beginnt am 07. April und endet am 15. Juli 2006. Unter www.startsocial.de finden Interessierte weitere Informationen rund um den Wettbewerb. Dort können unter anderem eine Checkliste für die Bewerbung, eine Praxishilfe zur Erstellung des Projektkonzepts sowie das Teilnehmerhandbuch 2006 heruntergeladen werden. Das Handbuch mit vielen nützlichen Tipps und Ratschlägen ist die Grundlage für die Bewerbung. Auf Wunsch kann man es sich auch kostenlos zusenden lassen.


Hintergrund

startsocial ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung sozialer Projekte und Ideen. Im Vordergrund der Initiative steht der Wissenstransfer aus der Wirtschaft in die soziale Projektarbeit. Deshalb unterstützt startsocial unter dem Motto "Hilfe für Helfer" 1639_LT_2auch 2006 wieder 100 überzeugende soziale Projekte mit dreimonatigen Beratungsstipendien. Experten und Coaches aus der Wirtschaft und sozialen Institutionen arbeiten in dieser Zeit individuell mit den Stipendiaten, um sie inhaltlich voranzubringen. Die besten Projekte aus der Beratungsphase werden im Rahmen einer festlichen Abschlussveranstaltung in Berlin prämiert und erhalten ein Preisgeld in Höhe von je 5.000 Euro. Als Hauptsponsoren unterstützen O2Germany, ProSiebenSat.1 Media AG, Siemens Business Services und McKinsey & Company den Wettbewerb.


Was hat startsocial bisher bewirkt?


startsocial wurde 2001, im Internationalen Jahr der Freiwilligen, ins Leben gerufen und steht seitdem unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzlers bzw. jetzt der Bundeskanzlerin. Ziel war es, mit Know-how aus der Wirtschaft das bürgerschaftliche Engagement in Deutschland nachhaltig zu fördern.

Die Resonanz auf die ersten vier Wettbewerbe war überwältigend. Bisher motivierte startsocial sozial engagierte Menschen, sich mit über 3.300 Projektkonzepten für ein Beratungsstipendium zu bewerben. Mitarbeiter aus mehr als 100 Unternehmen und 90 sozialen Organisationen setzten sich ehrenamtlich für startsocial ein.

Die Grundidee von startsocial, sozialen Initiativen Know-how aus der Wirtschaft zur Verfügung zu stellen, fanden im letzten Jahr 98 Prozent der Teilnehmer sehr überzeugend. So erhofften sich 94 Prozent der Bewerber durch startsocial die Professionalisierung des eigenen Projektes, während nur rund 50 Prozent den Gewinn des Bundespreises anstrebten. Rund 90 Prozent der Stipendiaten waren mit dem Beratungsstipendium sehr zufrieden und konnten ihr Projekt deutlich weiterentwickeln. Dies gilt vor allem für die Themenbereiche Finanzierung, Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeiter und Öffentlichkeitsarbeit.


Wie sieht eine Bewerbung aus?

Für die fünfte startsocial-Runde kann sich von 7. April bis 15. Juli 2006 jedes soziale Projekt bewerben, das an der nachhaltigen Lösung eines sozialen Problems arbeitet und überwiegend ehrenamtlich getragen ist. Dies gilt für Einzelpersonen und Teams sowie Vereine, Verbände, Institutionen und Unternehmen. startsocial wendet sich gleichermaßen an neue soziale Ideen, Initiativen, die kurz vor der Umsetzung stehen, und bereits laufende Projekte mit konkretem Beratungsbedarf.

Die Bewerber müssen ein Projektkonzept einreichen, das sich mit seinen fünf Bausteinen an einem einfachen Businessplan orientiert. Die Teilnehmer skizzieren auf ca. sieben Seiten ihr Projekt (Idee, Umsetzung, Ziele) und das entsprechende Umfeld, sie stellen das Team und ihre Ansätze für die Öffentlichkeitsarbeit vor und reichen einen vereinfachten Finanzplan ein. Um diese Anforderungen problemlos bewältigen zu können, steht den Teilnehmern ein Handbuch zur Verfügung, das für jeden Teil des Konzepts einen anschaulichen Leitfaden enthält.

Auf Grundlage dieser Konzepte ermittelt die Jury 100 Stipendiaten, die dann ein dreimonatiges Beratungsstipendium bekommen. Darüber hinaus erhalten alle Bewerber von den Juroren ein schriftliches Feedback mit Hinweisen und Anregungen zum eingereichten Projektkonzept.


Was passiert in der Beratungsphase?

Die 100 Stipendiaten erhalten für drei Monate eine individuelle Betreuung durch ein Beratungsteam. Dieses besteht aus einem Coach und einem Experten und wird individuell auf die Bedürfnisse des jeweiligen Projekts abgestimmt. Die Experten sind routinierte Profis aus der Wirtschaft oder dem sozialen Bereich mit einem Fokus auf spezielle Themengebiete, wie z.B. Fundraising oder Öffentlichkeitsarbeit. Bei den Coaches handelt es sich um Mitarbeiter verschiedener Unternehmen oder speziell geschulte Studenten. Aufgabe des Beratungsteams ist es, Entwicklungspotenziale in den einzelnen Projekten zu identifizieren und gemeinsam mit den Projektverantwortlichen Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen. Darüber hinaus unterstützen sie das Prozessmanagement und geben Anregungen zur Weiterentwicklung der Projekte.


Wer bewertet die Teilnehmer?

Während des Wettbewerbs gibt es zwei Juryphasen: Zum einen nach dem Ende der Bewerbungsfrist, um die 100 Stipendiaten zu bestimmen. Zum anderen wählt eine Fachjury nach der Beratungsphase 25 Stipendiaten für die Bundesprämierung aus, von denen sieben durch die Bundeskanzlerin ausgezeichnet werden. Dafür sind sowohl die Leistungen in der Beratungsphase als auch die Qualität des eingereichten Projektkonzepts entscheidend:

Die zentralen Bewertungskriterien für die Juroren sind:

  • Wirksamkeit
    - Welche gesellschaftliche Bedeutung hat das Projekt?
    - Wie vielen Menschen kann in welchem Umfang geholfen werden?

  • Nachhaltigkeit
    - Verspricht die Idee langfristige, nachhaltige Hilfe?
    - Werden die Ursachen eines Problems bekämpft oder nur die Symptome?

  • Effizienz
    - Wie sorgsam ist der Umgang mit eingesetzten Mitteln?
    - Mit welchem Aufwand ist das Projekt realisierbar?

  • Übertragbarkeit
    - Würde sich die Projektidee an anderen Orten verwirklichen lassen?
    - Lässt sich die Idee auf andere Themenbereiche übertragen?

Die Bewertung der Projektkonzepte übernehmen unabhängige Experten aus der Wirtschaft und aus sozialen Organisationen. Die Wirtschaftsexperten stammen aus dem Kreis der startsocial-Sponsoren und weiteren Unternehmen. Als Sozialexperten wirken Mitglieder renommierter Hilfsorganisationen, Stiftungen und großer sozialer Verbände mit. Diese Fachleute arbeiten ehrenamtlich für startsocial und bringen dabei persönliches Know-how aus ihrem Erfahrungs- und Tätigkeitsbereich ein.


Kontakt:

startsocial e.V.
Prinzregentenstraße 22
80538 München

E-Mail: info@startsocial.de

Die telefonische Hotline ist erreichbar von montags bis freitags, 9 bis 18 Uhr unter 089/5594-8862.

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