"Keine Zeit für Jugendarbeit!?" - Studie des Deutschen Bundesjugendrings

Berlin, 12.04.2013. Das Freizeitverhalten von Jugendlichen hat sich verändert, Zeitressourcen werden knapper. Das hat laut einer Studie des Deutschen Bundesjugendrings Auswirkungen auf das Engagement junger Menschen. Die Studie wurde beim Fachtag Jugendforschung in Berlin vorgestellt und ist auch zum Download abrufbar.

Der zeitliche Druck und das veränderte Freizeitverhalten von Jugendlichen hat laut einer aktuellen Studie des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR) auch Einfluss auf die Jugendarbeit und das ehrenamtliche Engagement. In der Studie "Keine Zeit für Jugendarbeit!?" wurden im vergangenen Jahr mehr als 3.000 engagierte Jugendliche und Experten vom Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut und der Technischen Universität Dortmund befragt.

Beim Fachtag Jugendforschung am 13. März 2013 in Berlin stellten Mirja Lange und Karin Wehmeyer (Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut/TU Dortmund) eine Auswahl ihrer Forschungsergebnisse vor. Demnach könnten drei Viertel der Befragten ihre verbandlichen Aktivitäten gut mit anderen Lebensbereichen vereinbaren, etwa die Hälfte fühlt sich jedoch durch die Tätigkeit im Verband häufig gestresst. Die zeitliche Verdichtung ist somit ein wichtiges Thema bei Jugendverbänden, für das sie bereits Strategien oder sogar Lösungen zum Gegensteuern entwickelt haben. Als Konsequenz aus den Studienergebnissen fordert der DBJR einen freien Nachmittag für alle Kinder und Jugendlichen, der ebenso für persönliche Freizeitgestaltung wie auch für ehrenamtliches Engagement genutz werden könne.

Die Befunde der Studie "Keine Zeit für Jugendarbeit!?" finden Sie zum Download unter www.dbjr.de.

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