Land will freiwilliges wissenschaftliches Jahr bundesgesetzlich verankern

nds_logoHannover, 06.05.2014. Die niedersächsische Landesregierung will ein freiwilliges wissenschaftliches Jahr bundesgesetzlich verankern. Eine entsprechende Bundesratsinitiative hat das Kabinett in seiner Sitzung am (heutigen) Dienstag beschlossen. Die Landesregierung setzt sich dafür ein, das wissenschaftliche Jahr neben dem freiwilligen sozialen und dem freiwilligen ökologischen Jahr im Jugendfreiwilligendienstegesetz festzuschreiben.

Die niedersächsische Landesregierung will ein freiwilliges wissenschaftliches Jahr bundesgesetzlich verankern. Eine entsprechende Bundesratsinitiative hat das Kabinett in seiner Sitzung am (heutigen) Dienstag beschlossen. Die Landesregierung setzt sich dafür ein, das wissenschaftliche Jahr neben dem freiwilligen sozialen und dem freiwilligen ökologischen Jahr im Jugendfreiwilligendienstegesetz festzuschreiben. Danach können künftig beispielsweise staatliche Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern institutionell gefördert werden, kraft Gesetzes als Träger eines freiwilligen wissenschaftlichen Jahres zugelassen werden. Damit wird diese Praxis erheblich erleichtert. Derzeit müssen Hochschulen als Träger eines Jugendfreiwilligendienstes noch durch die zuständige Landesbehörde zugelassen werden.

Im Rahmen eines Pilotprojekts bietet die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) mit weiteren Partnern seit September 2011 bereits ein wissenschaftliches Jahr mit großem Erfolg an. Mit der Initiative knüpfe die Landesregierung an diese positiven Erfahrungen an und will erreichen, dass zukünftig mehr jungen Menschen der Zugang zu einem freiwilligen wissenschaftlichen Jahr offen steht, sagte die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljaji? zur Begründung.

Mit dem freiwilligen wissenschaftlichen Jahr erhalten junge Menschen einen realistischen Einblick in die Wissenschaft und in akademische Berufsfelder. So kann angesichts des prognostizierten Mangels an Fachkräften insbesondere in MINT-Studienfächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) ein wertvoller Beitrag zur Orientierung bei der Studien- und Berufswahl geleistet werden.

Die möglichen Einsatzgebiete im wissenschaftlichen Jahr sind breit gefächert. So sind die Freiwilligen im Rahmen des Pilotprojektes der MHH beispielsweise beteiligt an der Erforschung von Impfstoffen oder gewinnen Erkenntnisse im Bereich der Laserforschung und Werkstoffkunde. Die der MHH jährlich vorliegenden mehr als 200 Bewerbungen für aktuell 78 Plätze zeigen das starke Interesse junger Menschen, sich in diesen Bereichen zu engagieren.

Niedersachsen leitet dem Bundesrat den Entwurf des "Gesetzes zur Änderung des Jugendfreiwilligendienstegesetzes" mit dem Ziel zu, diesen zur Beschlussfassung in den Deutschen Bundestag einzubringen.

Pressemitteilung der Niedersächsischen Staatskanzlei

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