Sozialministerin Cornelia Rundt: "Die Beratung für Seniorinnen und Senioren wird übersichtlicher"

nds_logoHannover, 12.05.2014. Niedersachsen gestaltet die Beratungsstrukturen für Seniorinnen und Senioren neu. Die bisher jeweils eigenständigen früheren Seniorenservicebüros und Pflegestützpunkte werden zu gemeinsamen Stützpunkten zusammengefasst. "Die Beratung für Senioren wird jetzt übersichtlicher", erklärt Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt, "im besten Fall gibt es nur noch eine Anlaufstelle für alle Fragen von den Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements über die Wohnberatung für Seniorinnen und Senioren bis hin zum umfangreichen Themenfeld der Pflege."

Großes Interesse an neuen "Senioren- und Pflegestützpunkten Niedersachsen": 27 Landkreise und kreisfreie Städte haben die Förderung beantragt – Die ersten elf Bewilligungen wurden verschickt

Niedersachsen gestaltet die Beratungsstrukturen für Seniorinnen und Senioren neu. Die bisher jeweils eigenständigen früheren Seniorenservicebüros und Pflegestützpunkte werden zu gemeinsamen Stützpunkten zusammengefasst. "Die Beratung für Senioren wird jetzt übersichtlicher", erklärt Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt, "im besten Fall gibt es nur noch eine Anlaufstelle für alle Fragen von den Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements über die Wohnberatung für Seniorinnen und Senioren bis hin zum umfangreichen Themenfeld der Pflege." Die Ministerin freut sich, dass das 2014 neu aufgestellte Förderangebot auf großes Interesse stößt: 27 Gebietskörperschaften haben einen Förderantrag für die Einrichtung eines Senioren- und Pflegestützpunktes Niedersachsen (SPN) gestellt. Bewerben können sich Landkreise und kreisfreie Städte, in denen die Förderung für ein Seniorenservicebüro ausläuft beziehungsweise in denen es ein solches noch nicht gibt. Sie können bei Bedarf die Trägerschaft ganz oder teilweise an kreisangehörige Gemeinden und auch an freie Träger weitergeben.

"Wir gestalten die Beratung umfassend und transparent", erläutert Ministerin Cornelia Rundt: "Wenn Ratsuchende eine Beratung aus einer Hand erhalten, dann spart das nicht nur Zeit und Wege, es macht das Leben der Betreffenden und ihrer Angehörigen einfacher." Der Anteil der älteren Menschen in unserer Gesellschaft steigt fortlaufend. Bereits heute ist jede vierte Person in Niedersachsen älter als 60 Jahre. Gerade angesichts dieser Entwicklung verbessert Niedersachsen das Beratungsangebot für Seniorinnen und Senioren. "Unsere Aufgabe ist es, nicht lediglich auf den demografischen Wandel zu reagieren, sondern vielmehr mit Hilfe aktiver Politik darauf vorbereitet zu sein, neue Chancen zu erkennen und den Wandel zu gestalten", sagt Rundt: "Die neuen Senioren- und Pflegestützpunkte Niedersachsen werden ein breit gefächertes gemeinsames Informations- und Beratungsangebot vorhalten. Sie vermitteln Seniorenbegleiterinnen und -begleiter, deren Ausbildung durch die Freiwilligenakademie Niedersachsen organisiert wird. Sie sind erste Ansprechpartner, wenn es um das Thema Wohnen im Alter geht, und bieten eine qualitativ hochwertige Pflegeberatung an. Das Land stellt allein im Jahre 2014 für die Förderung der seniorenpolitischen Beratungsstrukturen über 2,2 Millionen Euro zur Verfügung." Das Sozialministerium verschickte jetzt die ersten elf Bewilligungen für die neuen SPN. Für die übrigen Antragsteller ist der vorzeitige Maßnahmebeginn genehmigt.

Bisher waren Seniorenservicebüros und Pflegestützpunkte jeweils eigenständige Einrichtungen. Während die Seniorenservicebüros in den Kommunen als zentrale Anlaufstelle für alle Fragen und Dienstleistungen rund um das Thema Alter dienten, mussten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zusätzlich einen Pflegestützpunkt aufsuchen, um zu Fragen mit Pflegebezug differenzierte Auskünfte zu erhalten – die Pflegestützpunkte werden von den Pflegekassen und den kommunalen Trägern finanziert. Diese inhaltliche Trennung brachte Doppelstrukturen und zusätzliche Wege mit sich. Deshalb sollen diese Angebote auf Initiative der niedersächsischen Sozialministerin nun unter einem Dach zusammengefasst werden. Wo aufgrund gewachsener Strukturen eine räumliche Zusammenlegung nicht möglich ist, sollen die beiden Einrichtungen künftig zumindest eng kooperieren.

"Wir fördern die seniorenpolitischen Beratungseinrichtungen in ganz Niedersachsen, weil wir ein großes politisches Interesse an einer landesweit vergleichbaren hochwertigen Beratungsstruktur haben," bringt Cornelia Rundt den Ansatz auf den Punkt. "Wir wollen, dass Seniorinnen und Senioren so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können - ein gutes Beratungsangebot trägt dazu bei. Ältere Menschen erfahren in den neuen Senioren- und Pflegestützpunkten Niedersachsen, wo sie im Bedarfsfall Rat und Hilfe finden." Heute steigt in Hannover im Stadtteilzentrum KroKuS ab 10.30 Uhr das erste Netzwerktreffen der Senioren- und Pflegestützpunkte Niedersachsen. Zum Auftakt redet Sozialministerin Cornelia Rundt.

So viel Förderung gibt es pro "Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen":
Jeder SPN wird mit bis zu 40.000 Euro jährlich vom Land gefördert, zusätzlich können pro SPN bis zu 6.000 Euro an die Freiwilligenakademie Niedersachsen für die Organisation des DUO-Programms vor Ort gezahlt werden. Die Pflegekassen verteilen nach der Rahmenvereinbarung für die Pflegestützpunkte maximal 2,124 Millionen Euro an die kommunalen Träger in Niedersachsen, mindestens 30.000 bis maximal 50.000 Euro. Dazu kommen kommunale Beiträge in unterschiedlicher Höhe.

Pressemittelung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

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