Selbsthilfe Jahrestagung 2021: "Selbsthilfe trägt"

210818 Logo DAGHannover, 19.08.2021. Die Vorfreude der Teilnehmenden war groß, sich endlich bei einem Fachtag zu treffen, wenn auch nur digital.

Unter dem Motto "Selbsthilfe trägt – Die Selbsthilfe in Zeiten der Corona-Pandemie. Eine erste Bilanz" wurden die aktuellen Herausforderungen für die Selbsthilfe-Unterstützungsarbeit auf dem ersten bundesweiten digitalen Fachtag der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. (DAG SHG) diskutiert.

Dörte von Kittlitz (Hannover) und André Beermann (DAG SHG) begrüßten die Teilnehmenden. Zum Auftakt präsentierte Dr. Rupert Graf Strachwitz, Direktor des Maecenata Instituts Berlin, Ergebnisse einer Organisationsbefragung: Zivilgesellschaft in und nach der Pandemie: Bedarfe – Angebote – Potenziale (Schrader, M). Er erläuterte, dass sich die Pandemie stark auf die Zivilgesellschaft auswirke. Rund zwei Drittel der befragten Organisationen seien stark oder sehr stark betroffen. Dies sei auch in der Selbsthilfe so zu finden. Nahezu die Hälfte stelle ein nachlassendes Gemeinschaftsgefühl fest. Dabei sei die Zivilgesellschaft ein Grundpfeiler, um die Folgen der Pandemie aufzufangen. Sie müsse sich mehr zeigen, um besser gehört und wahrgenommen zu werden.

Im Anschluss folgten digitale Workshops zu unterschiedlichen Themenfeldern unter anderem zu den Möglichkeiten digitaler und junger Selbsthilfe sowie den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Selbsthilfekontaktstellen. Eine Mitarbeiterin der BeKoS (Beratungs- und Koordinationsstelle für Selbsthilfegruppen e.V.) in Oldenburg resümmierte: "Es ist wichtig, unsere Arbeit sichtbarer zu machen. Der Austausch hier tut gut!"

Es gilt aus Sicht der Kongressteilnehmenden nun, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, um mit den Teilnehmenden von Selbsthilfegruppen auch in einem Lockdown in Kontakt bleiben zu können und Begegnungsräume zu eröffnen. Dazu braucht es ein größeres Angebot an digitalen und personellen Mitteln, zum Beispiel für den telefonischen Kontakt, und größere, hybridfähige Räume.

Insgesamt lobten die Teilnehmenden den digitalen Fachtag und blickten voller Zuversicht auf die nächste Tagung (hoffentlich wieder analog). Die Tagung wurde aus Mitteln der GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Bundesebene bezuschusst.

Text: Gesine Heinrich, Nakos (gekürzt)

Quelle: Website Selbsthilfe-Büro Niedersachsen

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